Wie man nach guten Social-Media-Managern sucht:

Liebe Leser,

das Thema Social Media hat in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Menschen, Unternehmen und Organisationen möchten in diesem Bereich aktiv sein. Wenn es nicht mehr um die private sondern die geschäftliche Nutzung von Social Media geht, ändert sich aber so einiges. In dem Moment, in dem man nicht mehr für sich, sondern für ein Unternehmen oder eine Organisation aktiv ist, sind weitreichende Kenntnisse und wenn möglich Erfahrungen notwendig.

Für Unternehmen und Organisationen bedeutet dies, dass man bei der Auswahl der dafür verantwortlichen Mitarbeiter einiges beachten sollte. Leider erlebe ich immer wieder, dass schon bei der Auswahl der Kandidaten schwere Fehler gemacht werden. Im Folgenden möchte ich sechs wichtige Empfehlungen für die Suche nach dem geeigneten Social-Media-Manager aussprechen:

  1. Vergessen Sie die Digital Natives! Es ist ein nettes Modewort geworden. Mit diesem Begriff sind die Menschen gemeint, die mit den neuen digitalen Kommunikationstechnologien aufgewachsen sind. Und ja es gibt diese Menschen wirklich. Nur haben diese Menschen deshalb nicht automatisch das Know How, um die Social-Media-Aktivitäten Ihres Unternehmens zu managen. Und nicht vergessen: in Schulen und Universitäten findet das Thema so gut wie gar nicht statt. Woher soll da Know How kommen?
  2. Es geht um Kommunikation und nicht um Kampagnen! Ein Social-Media-Manager ist nicht nur für kurzfristige Kampagnen relevant. Egal in welchem Bereich Sie aktiv sind, es geht letztlich um Kommunikation und das Ziel eine langfristige und nachhaltige Beziehung mit Menschen aufzubauen. Suchen Sie also nach Personen, die menschlich kommunizieren wollen und können.
  3. Denken Sie unbedingt an die Wirkung von Social Media nach innen! In vielen Unternehmen und Organisationen wird die interne Nutzung und die interne Wirkung von Social Media unterschätzt. Dabei entscheidet gerade der Umgang mit dieser Fragestellung, ob man im Bereich Social Media nachhaltig erfolgreich ist oder nicht. Suchen Sie nach Mitarbeitern, denen dieser Umstand bewusst ist.
  4. Social-Media-Manager sind auch analog aktiv! In vielen Gesprächen höre ich immer wieder, dass ein Social-Media-Manager vor allem vor dem Computer sitzen würde um mit der jeweiligen Community zu kommunizieren. Aber dem ist nicht so. Ein Social-Media-Manager wird natürlich einen großen Teil seiner Arbeitszeit online verbringen. Noch wichtiger ist aber z.B. die Kommunikation mit den einzelnen Abteilungen, um diese in die Social-Media-Aktivitäten zu integrieren.
  5. Fragen Sie nicht nach Abschlüssen, sondern nach Know How. Sehr viele sehr gute Social-Media-Manager haben dies nie studiert und auch keinen Abschluss in den Bereichen Marketing oder Kommunikation. Das ist aber keine Schwäche sondern vielmehr eine Stärke. Wenn Sie ausgesuchte Universtätsabschlüsse einfordern, dann schränken Sie den Kreis geeigneter Bewerber massiv ein.
  6. Gute Social-Media-Manager müssen sich immer seltener bewerben – denn sie werden gefunden. Deshalb: gehen Sie dorthin, wo sich Social-Media-Manager aufhalten. Besuchen Sie Barcamps und werden Sie Teil von themenbezogenen Gruppen auf Facebook oder LinkedIn.

Und dann noch ein wichtiger Tipp zum Anschluss: hegen und pflegen Sie gute Social-Media-Manager. Die digitale Revolution hat gerade erst begonnen. Social Media, Gamification, Smartplaces, Mobile Services etc. dies alles wird auf jedes Unternehmen und jeden Geschäftsbereich einen tiefgreifenden Einfluss haben. Klassische Medien werden massiv an Bedeutung verlieren. Sie können nicht nicht im Social Web aktiv sein! Social-Media-Manager – wie auch alle anderen Mitarbeiter – brauchen jetzt und in der Zukunft einen wirklich freien Zugang zum Internet. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit, das Netz während der Arbeitszeit privat nutzen zu dürfen. Es geht nicht mehr um Öffentlichkeitsarbeit 1.0 – es geht um menschliche Kommunikation 2.0 Deshalb lassen Sie auf keinen Fall zu, dass Social Media einfach eine weitere Aufgabe für die Abteilungen PR/Öffentlichkeitsarbeit und/oder Marketing werden. Und die Nutzung von Social Media und Co. wird in Zukunft ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg sein.

Beste Grüße

Christoph Deeg

Willkommen bei der Social-Media-Academy-Berlin…

Liebe Leser,

ich hoffe Ihr seid alle gut ins Jahr 2014 gekommen? Seit meinem letzten Blogbeitrag ist mal wieder etwas Zeit vergangen. Ich war im Herbst/Winter 2013 18 Wochen am Stück unterwegs und habe Institutionen und Unternehmen auf ihrem Weg in die digitale Welt beraten und begleitet. Nun steht ein neues Jahr an und es sieht so aus, als würde dieses Jahr das Jahr der großen Veränderungen für mich werden. Es stehen unglaublich spannende Projekte an und wenn alles gut läuft, werde ich am Ende des Jahres auf ein paar ziemlich große Dinge zurückblicken können.

Das vielleicht größte Projekt ist die Social-Media-Academy-Berlin. Mit diesem Projekt verwirkliche ich einen meiner Träume. Seitdem ich im Bereich „Digitale Welten“ unterwegs ´bin, habe ich mit dem Gedanken gespielt, eine eigene Academy aufzubauen. Dabei ging es mir weniger darum, einfach eine weitere Ausbildungseinrichtung im Bereich Social-Media zu starten. Es gibt schon heute viele Möglichkeiten, sich in diesem Bereich weiter zu bilden. Aber es gab und gibt ein paar Punkte bzw. Inhalte, die mir bei den meisten dieser Einrichtungen fehlen. In vielen Fällen geht es beim Thema Social-Media um eine Aufgabe der PR-Abteilung oder des Marketing. Ich glaube aber, dass dieser Ansatz nicht ausreicht. Social-Media ist mehr als nur ein weiteres Kommunikationstool. Social-Media steht weniger für Plattformen und Technologien als vielmehr für eine neue Kultur bzw. neue Formen zu Arbeiten und zu Denken. Diese neuen Denk- und Arbeitsweisen haben einen tiefgreifenden Einfluss auch auf die analoge Welt. Möchte ein Unternehmen oder eine  Institution in diesem Bereich erfolgreich sein, geht es letztlich um die Frage, ob man mit dieser „Social-Media-Kultur“ als Ganzes kompatibel ist oder nicht.

Wenn man diese Zusammenhänge akzeptiert dann ist Social-Media keine Aufgabe einer oder mehrerer Abteilungen sondern eine Querschnittsfunktion des Unternehmens bzw. des Managements. Darüber hinaus ist Social-Media letztlich für jede Abteilung eines Unternehmens potentiell relevant. Dies betrifft also nicht nur Marketing und PR sondern ebenso Sales, HR, Entwicklung, Interne Revision etc. Zudem geht es um die interne und die externe Nutzung von Social-Media.

Wenn Social-Media eine Querschnittsfunktion eines Unternehmens ist, dann wird dieses Thema das Unternehmen verändern. Dieser Veränderungsprozess mag sehr unterschiedlich verlaufen aber stattfinden wird er auf jeden Fall. Wenn ein Unternehmen oder eine Institution Social-Media erfolgreich nutzen möchte, dann müssen diejenigen Mitarbeiter, die mit dieser Aufgabe primär vertraut werden, nicht nur auf die externe Nutzung als Kommunikationswerkzeug sondern ebenso auf den damit verbundenen Veränderungsprozess vorbereitet werden. Und genau dies möchten wir mit der Social-Media-Academy-Berlin erreichen.

Das Angebot der Academy umfasst in einem ersten Schritt vier Bereiche:

–          Die Ausbildung zum Social-Media-Koordinator

–          Die Ausbildung zum Social-Media-Manager

–          Workshops für Führungskräfte

–          Social-Media-Consulting

Alle Veranstaltungen sind Präsenzveranstaltungen, welche in Berlin durchgeführt werden. Wir starten am 01. April mit den ersten Kursen. Man kann die Academy auch auf Facebook, Twitter und Youtube finden.

Ich bin sehr gespannt wie sich die Academy entwickeln wird. Es liegt auf jeden Fall ein spannender Weg vor mir und ich werde im Laufe dieses Jahres immer wieder über den aktuellen Stand berichten…

 

Beste Grüße

 

 

Christoph Deeg