Dieser Blog ist umgezogen

Liebe Leser,

ich möchte Euch nochmal daran erinnern, dass dieser Blog umgezogen ist: Ihr findet meinen aktuellen Blog unter http://www.christoph-deeg.de und http://www.christoph-deeg.com. Dieser Blog wird zum 01.06.2015 gelöscht.

Herzliche Grüße

Christoph Deeg

Lernen in Zeiten von Social-Media und iPads – Vortragsreihe mit Michael Stephens (USA)

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch eine ganz besondere Veranstaltung empfehlen. In zwei Wochen kommt der US-amerikanische Speaker Michael Stephens nach Deutschland. Michael Stephens beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie neue Kommunikations- und Medientechnologien das Lernen und Arbeiten in der Zukunft verändern werden.

Seit 2009 bin ich ehrenamtlich im Verein Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. aktiv. Im Rahmen dieser Arbeit haben wir zusammen mit unserem Kooperationspartner der US-Botschaft Berlin schon 2010 Michael Stephens nach Deutschland holen können. Damals ging es um einen Vortrag auf dem Bibliothekskongress in Leipzig:

Ich freue mich sehr, dass wir zusammen mit der US-Botschaft erneut die Möglichkeit haben, Michael Stephens nach Deutschland zu holen. Dieses mal werden wir eine kleine Deutschlandtournee veranstalten.

Die Termine und Orte sind:

22.10.2012 Ort: Berlin Zentral- und Landesbibliothek/Berlin-Mitte/Berlin-Saal Breite Str. 36, 10178 Beginn 20:00h

23.10.2012: Ort: Frankfurt/Main Nationalbibliothek Sitzungssal der Generaldirektion Deutsche Nationalbibliothek Adickesallee 1 D-60322 Frankfurt am Main Beginn 19:00h

25.10.2012: Ort: Köln Fachhochschule Köln Hörsaalgebäude in der Claudiusstraße 1, 50678 Köln Beginn: 19:30h  Achtung: die Veranstaltung in Köln beginnt schon um 19:00h Das Anmeldeformular findet Ihr hier: http://www.fbi.fh-koeln.de/vortraege/anmeldungen.php

26.10.2012: Ort: Hamburg TU Hamburg-Harburg Beginn 17:00h Weitere Informationen zur Veranstaltung an der TU Hamburg-Harburg findet Ihr hier.

Ich möchte Euch alle einladen, eine der Veranstaltungen zu besuchen. Die Teilnahme ist kostenlos!! Die Veranstaltung eignet sich für alle Menschen aus dem Kultur- und Bildungsektor. Bitte tragt diese Informationen in Eure Netzwerke….

Beste Grüße

Christoph Deeg

Mitmachen und die digitale Zukunft gestalten

Liebe Leser,

dies ist der erste Blogbeitrag im neuen Jahr. Ich bin gerade in Wuppertal, genauer im Tagungshaus des CVJM-Westbund. Hier findet gerade das halbjährliche Treffen der Zukunftsentwickler des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung statt. In diesem Beitrag soll es um die Zukunftswerkstatt und unser Treffen hier in Wuppertal gehen.

Der Verein Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. ist eine sehr spannende Geschichte. Im Jahr 2008 war ich Teilnehmer des Bibliothekartages in Mannheim. Der Bibliothekartag ist eine der größten Konferenzen in diesem Bereich und dort lernte ich Julia Bergmann und Jin Tan kennen. Wir trafen uns auf dem Festabend und sprachen über die Zukunft der Bibliotheken, Social-Media, Gaming und alles was man sonst noch an innovativen Themen besprechen könnte. Es war ein toller Abend, zumal wir ein sehr interdisziplinäres Team waren. Julia Bergmann ist gelernte Bibliothekarin und Trainerin für Informationskompetenz, Jin Tan ist ebenfalls Bibliothekar aber vor allem eine Schnüffelnase wenn es um innovative Technologien, Themen und ihre Bedeutung für die Kultur- und Wissensvermittlung geht und ich bin kein Bibliothekar und war noch kurz zuvor für Walt Disney im Bereich Gaming aktiv. Nachdem wir also fleißig diskutiert hatten, beschlossen wir aktiv zu werden. Wir wollten ein kleines Projekt auf dem folgenden Bibliothekartag in Erfurt 2009 durchführen. Und nun ging es los.

Die Idee, auf 4qm² eine XBOX360 und ein Notebook zu haben um den Besuchern des Bibliothekartages die Themen Gaming und Web 2.0 näher zu bringen, wurde vorsichtig gesagt etwas größer als geplant. Genauer konnten wir durch unsere Partner – allen voran Electronic Arts – einen 40qm² großen Stand realisieren. Wir hatten mehrere Gaming-Konsolen und Notebooks am Start. EA hatte uns neben der Technik auch Promotoren zur Verfügung gestellt. Es gab eine große Podiumsdiskussion und viele Vorträge auf unserem Stand. Nach drei anstrengenden Tagen waren wir müde aber glücklich, denn ein Jahr Vorbereitung hatte zu einem erfolgreichen Ergebnis geführt. Wir hatten etwas bewegt und das Projekt war zu Ende…

Denkste. Von wegen zu Ende. Denn bereits am Festabend des Bibliothekartages in Erfurt wurde uns auf eine nette Art und Weise klargemacht, dass wir weitermachen sollen bzw. müssen. Der Rest ist Geschichte: zuerst gab es den Bibliothekartag in Erfurt. Wir waren mitten drin, mit einem eigenen Stand, einem Smartphone-Happening und aus der Zukunftswerkstatt wurde ein eingetragener Verein. Wir präsentierten zusammen mit der US-Botschaft Michael Stephens aus den USA und starteten zusammen mit der ETH-Bibliothek und der FH Potsdam ein Forschungsprojekt: den Technologieradar. Und dann begann die Kooperation mit der US-Botschaft: wir starteten den Aufbau der Gaming-Roadshow.

2011 waren wir nun offizieller Bestandteil des Bibliothekartages. Auf über 200qm² haben wir einen Raum für die Zukunft entwickelt. Wir haben weitere Projekte mit er US-Botschaft gestartet und wir haben Zukunftsentwickler gefunden. Das sind Menschen, die etwas verändern möchten und wie wir glauben, dass Social-Media und Gaming sowie eBooks und das mobile Internet die Kultur- und Wissensvermittlung der Zukunft nachhaltig verändern werden. Wir möchten diesen Prozess aktiv mit gestalten…

Warum schreibe ich das alles? Letztlich geht es mir darum Euch einzuladen, ebenfalls Zukunftsentwickler zu werden. Wir brauchen noch viele aktive Menschen, die etwas bewegen wollen. Also macht mit! Wer mehr wissen möchte sollte unseren Blog: http://www.zukunftswerkstatt.org besuchen.

Beste Grüße

Christoph Deeg

Meine Eindrücke und Gedanken zur Mai-Tagung in Bremerhaven

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch über meine Eindrücke und Gedanken zur MAI-Tagung in Bremerhaven, die letzte Woche Donnerstag und Freitag stattfand, berichten. „MAI“ steht für „Museums and the internet“. Es gibt die Tagung schon seit ein paar Jahren und sie ist immer eine Reise wert. Was mir an dieser Tagung besonders gefällt ist die Tatsache, dass es nicht nur um Social Media sondern um den gesamten Themenblock Internet geht. Dieses Jahr war ich in meiner Funktion als Leiter des Projektes „Technologieradar“ des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung dabei. Nun aber zu meinen Eindrücken.

Am ersten Tag war ich gar nicht direkt auf der Tagung. Ich konnte erst am Morgen von Berlin nach Bremerhaven fahren und war gegen 14h im Hotel. Da ich noch etwas arbeiten musste, entschied ich mich erst zum Abendevent zur Tagung zu kommen. Also nutzte ich Twitter und zum wirklich ersten Mal war Twitter von einer Tagung eine richtig tolle Sache. Die Idee direkt von einer Tagung zu twittern ist nicht neu, aber selten hat es so großen Spass gemacht. Man man konnte nicht nur lesen, was gerade auf der Tagung passierte. Es gab vielmehr eine lebhafte Diskussion zwischen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern. Für alle passiven Twitterer war teilweise nicht mehr erkennbar, wer wirklich auf der Tagung ist und wer nicht. Es war bzw. ist also ein Best-Practice-Beispiel für Twitter und Konferenzen.

Am Abend gab es dann ein gemeinsames Essen – ich werde über die Speisen und den Service den Mantel des Schweigens hüllen. Sehr schön war aber die Tatsache, dass nun alle Twitterer, die auf der Tagung waren auch real miteinander redeten, lachten und diskutierten…

Am nächsten Tag war ich dann also live dabei. Der Tag begann mit sog. Shortcuts, also Kurzvorträgen. Man hatte inkl. Diskussion ca. 15 Minuten Zeit. In diesem Blog habe ich auch den Technologieradar vorgestellt. Der Technologieradar ist ein offenes Forschungsprojekt, d.h. alle können und sollen mitmachen. Wir (das sind bis jetzt die ETH-Bibliothek Zürich, die FH Potsdam und der Verein Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V.) möchten aktuelle und zukünftige Kommunikations- und Medientechnologien identifizieren und sie hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Kultur- und Wissensvermittlung analysieren. Nächste Woche wird das auf viele Jahre angelegte Projekt auf dem Bibliothekartag in Berlin offiziell gestartet. Danach möchte ich Euch alle einladen mitzumachen. Ich werde dazu hier und auf dem Blog der Zukunftswerkstatt noch einiges posten.

Nach den Shortcuts – ich werde jetzt nicht alle beschreiben – gab es zwei für mich sehr spannende Vorträge. Zuerst war Ulrike Schmid an der Reihe. Sie hat eine sehr gute und informative Studie zur Nutzung von Social-Media-Werkzeugen durch Orchester und Museen vorgestellt. Ich kenne die Studie schon länger und bin immer wieder begeistert. Sie zeigt deutlich, dass es nicht darum geht, einen Account bei Facebook oder Twitter zu haben, sondern dann mit diesen Plattformen spannende Services zu entwickeln. Ulrike Schmid hat herausgefunden, dass viele Orchester und Museen zwar im Web 2.0 vertreten sind, jedoch leider nur selten alle damit verbundenen Möglichkeiten nutzen. Wenn ich nun aus Sicht des Kulturmarketing und der Kulturvermittlung die Ergebnisse der Studie mit meinen Erfahrungen vergleiche, komme ich zu dem selben Ergebnis. Es geht also in der nahen Zukunft nicht nur darum, Kulturinstitutionen zu aktivieren, mit Aktivitäten im Web 2.0 zu starten, sondern auch darauf zu achten, dass dabei interessante Mehrwerte und nachhaltige Projekte entstehen.

Nach dem Vortrag von Ulrike Schmid war Sebastian Hartmann an der Reihe. Er arbeitet für das Neanderthal-Museum und ist dort u.a. für den Bereich Social-Media verantwortlich. In seinem Vortrag zeigte er zum Einen, wie das Neanderthal-Museum im Web aktiv ist und zum Anderen, was seiner Meinung nach bei Aktivitäten im Web 2.0 beachtet werden sollte. Sehr interessant war für mich z.B. die Frage, wie man eigentlich Erfolg messen kann? Sebastian zeigte z.B. Rankings, die auf Followern bei Twitter und Fans/Freunden bei Facebook basierten. Sowohl Sebastian als auch allen Anwesenden war aber klar, dass die Anzahl an Followern und Fans etc. nur wenig über die Qualität der Onlineaktivitäten aussagt. Etwas skeptisch war ich bei der Frage nach der benötigten Zeit. Sebastian sprach von ca. 2 Stunden pro Woche. Ich sehe das etwas anders. Zwar lassen sich Inhalte in diesem Zeitrahmen hochladen bzw. kurze Kommentare verfassen, aber gerade dann, wenn spannende Inhalte erstellt werden sollen wird mehr Zeit benötigt. Natürlich kann man mit 2 Stunden in der Woche erste Aktivitäten starten. Jedoch wird man auf kurz oder lang mehr Zeit investieren müssen. Ich denke auch, wir müssen aufpassen, dass die Social-Media-Aktivitäten von Kulturinstitutionen nicht als kleines Beiprogramm gesehen werden. Das Web 2.0 ist nicht einfach ein weiteres Medium welches man bedient, um z.B. für die eigene Institution zu werben. Gerade für die Kulturvermittlung ist das Web 2.0 eine Welt voller Möglichkeiten, in die dann aber investiert werden muss. Das Web 2.0 will und muss aktiv gestaltet werden. Ich habe vor ein paar Wochen in einem Blogbeitrag eine Idee für die möglichen nächsten Schritte auf einer globaleren Ebene veröffentlicht.

Ich glaube es wäre aus Sicht der Dramaturgie besser gewesen, wenn zuerst Sebastian Hartmann und dann Ulrike Schmid gesprochen hätten. Man hätte dann zuerst einen Einblick in die Praxis eines Museums und dann in die so wichtige Studie bekommen. Und dann hätten wir auch über viele weitere wichtige Fragen diskutieren können. Drei Beispiele:

1. Inwieweit werden in den Kulturinstitutionen Blogs und Wikis für die interne Kommunikation genutzt? Dies kann helfen, ein besseres Verständnis des Thema bei allen Mitarbeitern zu entwickeln.

2. Inwieweit werden für die nächsten Jahre stetig steigende Mittel für das Thema Social-Media eingeplant?

3. Welchen Stellenwert hat Social Media innerhalb der Institution? Ist Social-Media eine Funktion des Marketing bzw. der PR oder ist es Teil der Museumsarbeit also der Kulturvermittlung?

Warum stelle ich solche Fragen? Meiner Meinung nach ist es wichtig, das moderne Internet in all seinen Facetten nicht als Medium sondern eher als Querschnittsfunktion für alle Aktivitäten einer Kulturinstitution zu sehen. Es geht nicht darum „ein bisschen PR“ oder „ein bisschen Marketing“ zu machen. Das moderne Internet wird zudem auf kurz oder lang in die Institutionen hineinwirken. Es verändert unsere Kommunikation und auf Dauer unsere Denk- und Arbeitsweisen. Wenn eine Kulturinstitution eine Facebookseite oder einen Twitteraccount erstellt hat dann ist das eine richtig tolle Sache – noch immer sind diese Institutionen in der Minderheit. Aber es wird in der Zukunft darum gehen, langfristige und nachhaltige Konzepte zu entwickeln und zu realisieren. Hierfür müssen wir z.B. analysieren ob die Kultur der jeweiligen Institution überhaupt mit der Kultur des modernen Internets kompatibel ist. Museen sollten z.B. in Zukunft schon bei der Entwicklung von Ausstellungen und weiteren Aktivitäten die Einbeziehung des modernen Internets als Teil der Kulturvermittlung überlegen. Das moderne Internet wird so nicht zu einer Kommunikationsplattform, sondern zu einer stetigen Erweiterung der jeweiligen Institution.

Übrigens: am zweiten Tag bekam ich dann noch endlich meine geliebte Scholle „Finkenwerder Art“

Beste Grüße

Christoph Deeg

Neues Projekt: Die US-Botschaft und die US-Konsulate und das Web 2.0

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch über ein spannendes Projekt berichten, welches im Rahmen meiner Mitarbeit im Verein Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. stattfindet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Wissensvermittlung der Zukunft aktiv zu gestalten. Hierfür haben wir verschiedene Projekte wie z.B die Gaming-Roadshow oder den Technologieradar ins Leben gerufen. Der Vorstand des Vereins besteht aus Julia Bergmann, Jin Tan und mir. Weitere Informationen zum Verein findet Ihr unter http://www.zukunftswerkstatt.org.

Der Verein arbeitet immer wieder mit der US-Botschaft in Berlin zusammen. Seit ein paar Wochen arbeiten wir nun gemeinsam an einem neuen Projekt dem „Social-Media-Programm“. Ein Teil dieses Projektes ist die Weiterbildung einiger Mitarbeiter aus der Botschaft sowie den US-Konsulaten in Deutschland. Dieser Teil des Projektes wird von mir durchgeführt. Und über diese Arbeit möchte ich nun kurz berichten.

Wenn man Menschen im Bereich Social Media ausbildet ist es immer wichtig, die Weiterbildung auf Basis ihrer Lebens- und Arbeitsrealität durchzuführen. Nun weiß ich sicherlich einiges über das Web 2.0 und die daraus resultierenden Möglichkeiten, ich weiß aber sehr wenig über die Herangehensweisen des US-State-Departments. Aus diesem Grund war ich sehr froh, dass ich die Weiterbildung mit einer Trainerin des US-State-Departments durchführen kann: Christina Tribble. Die Arbeit mit Christina macht sehr großen Spass. Sie hat viel Erfahrung, trainiert Mitarbeiter aus US-Botschaften und US-Konsulaten weltweit.

Wir haben in den drei Tagen vor der Re:Publica den ersten Workshop durchgeführt. Es waren drei Tage bei denen ich vor allem gelernt habe, dass es im Großen und Ganzen bei Institutionen wie der US-Botschaft und den US-Konsulaten die gleichen Probleme sind, die auch in Institutionen in Deutschland vorkommen. Allerdings ist hier das Internet viel offener, d.h. die Mitarbeiter haben Zugriff auf nahezu alle Plattformen. Gerade die jüngeren amerikanischen Kollegen scheinen vor allem bei Facebook kontinuierlich online zu sein, wodurch sie natürlich über immenses Know-How verfügen.

Natürlich gibt es aber Guidelines und Policys. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn es um politische Verlautbarungen der US-Regierung geht. Es gibt Themen, über die man nicht einfach so schreiben kann. Trotzdem gibt es bei der Gestaltung der Arbeit im Web 2.0 sehr viele Freiräume.

In den nächsten Wochen wollen wir versuchen, die Aktivitäten der Botschaft und der Konsulate bei Facebook und Twitter zu analysieren und zu verbessern. Aktuell erscheint es am wichtigsten, ein neues Verständnis für diese Plattformen als Ort für einen Dialog auf Augenhöhe zu entwickeln.

Auch bei diesem Workshop haben wir wieder viel über Storytelling gesprochen. Presseerklärungen werden bei Facebook sicherlich nur geringe Erfolge erzielen. Aber jede Institution hat spannende Geschichten zu erzählen. Gerade für den Austausch über Politik und Kultur können Geschichten eine tolle Basis sein. Die Menschen lieben gute Geschichten:-)

Meine Idee einen Blog zum Austausch von Barbecue-Rezepten zu starten wird leider nicht umgesetzt – aber ich hoffe, dass ich mir noch ein paar Tipps für saftige Steaks holen kann.

Was meine Frage an Euch wäre: wie könnte Eurer Meinung nach ein Austausch über Kultur und Politik im Web 2.0 aussehen? Wie könnten sich Institutionen wie die US-Botschaft oder die US- Konsulate hier einbringen?

Beste Grüße

Christoph Deeg

Gamingworkshop, Gaming-Roadshow und Muskelkater

Liebe Leser,

heute sitze ich vor dem Rechner und schreibe mit Muskelkater:-) Ich bin gestern von Köln zurück nach Berlin gefahren. Hinter mir liegen 3 Tage Gaming-Roadshow des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. Ich bin Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des Vereins und zudem zuständig für die Gaming-Roadshow und den Technologieradar. In diesem Verein versuchen Menschen aus unterschiedlichen Berufen gemeinsam die Zukunft der Kultur- und Wissensvermittlung zu gestalten.

Viele Monate der Planung, ein tolles Team vor Ort und tolle Partner haben dafür gesorgt, dass die Premiere der Gaming-Roadshow ein großer Erfolg war. Auch für mich hat es sich gelohnt, denn ich konnte wieder sehr viel lernen und habe einige faszinierende Menschen kennengelernt. Mein Muskelkater rührt aber weniger vom Spielen als vielmehr daher, dass ich die Technik gestern Abend noch in unser Lager im fünften Stock ohne Fahrstuhl getragen habe:-)

Mir sind in den letzten Tagen wieder viele Dinge aufgefallen bzw. bin ich in meinen Gedanken bestätigt worden: Games sind kein Thema für Kinder und Jugendliche sondern für alle Generationen. Games verbinden Menschen. Ich erlebte wie kleine Kinder Ihren Eltern die Spiele beibringen. Games verbinden Menschen mit Technologie und vor allem: Games machen Spass!!!

Ich werde zur Roadshow als Projekt noch einiges mehr auf dem Blog der Zukunftswerkstatt posten. Zudem werde ich nun beginnen, hier einige Spiele zu besprechen.

Heute kam dann mit der Post mein neues Maskotchen:

Es ist der Hase aus dem Spiel: Raymann Raving Rabbits

Das Spiel macht sehr großen Spass und es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Videos und anderen Angeboten rund um das Raymann-Universum:

Was man u.a. von diesem und den meisten anderen Spielen lernen kann ist: Nehmt Euch nicht so ernst. Humor, die Fähigkeit über sich selbst zu lachen ist etwas, was wir in vielen Kultur- und Bildungsinstitutionen selten erleben. Sehr oft soll Kultur ernst sein. Es wurden spezielle Räume und Umgangsformen entwickelt, die sich um die Kultur bewegen. Ich weiß nicht, ob das immer so hilfreich ist. Ich würde mir manchmal wünschen, Kultur, Bildung etc. wären so lustig wie die Hasen von Raymann. Ich meine damit nicht einen Eingriff in den Schaffensprozess an sich sondern in die Art und Weise, das Ergebnis dieses Prozesses zu präsentieren.

Workshop zum Thema Gaming:

Am 14.03. werde ich in Köln am ZBIW wieder einen Workshop zu „Gaming und Bibliotheken“ halten. Zwar richtet sich dieser Workshop primär an Mitarbeiter aus Bibliotheken aber er könnte auch für andere interessierte Personen spannend sein. Weitere Informationen zum Workshop findet Ihr hier.

Beste Grüße

Christoph Deeg

Technik vs. Kultur?

Liebe Leser,

in den letzten Wochen ist mir klar geworden, dass wir bei Themen wie den Computergames oder dem Web2.0 und ihrem Einfluss auf das Kulturmanagement zwei Bereiche trennen müssen. Den der Technologie und den der Kultur. Was ich damit meine ist, dass neue Technologien, Werkzeuge und Tools Möglichkeiten schaffen. Sie sind aber bedeutungslos, wenn wir uns nicht im selben Maße mit der dahinter stehenden Kultur beschäftigen. Oft scheint es, als würden wir bei Twitter, Facebook oder Computergames vergessen, dass es nicht die Technik ist, die uns vor neue Herausforderungen stellt sondern die Kultur die daraus entsteht. Die Entwicklungsgeschwindigkeit mit der neue Angebote entstehen wird oft als Problem für Kultur- und Wissensinstitutionen gesehen. Viel interessanter ist dabei aber die sich rasant entwickelnde Kultur den sie beschreibt letztlich Menschen die Technologien nutzen.

In den nächsten Blogbeiträgen werde ich mir ein paar Gedanken zu diesem Punkt machen. Bis dahin erstmal viel Spass mit einer technologischen Vision zur XBOX 360.

Liebe Grüße

Christoph Deeg