Dieser Blog ist umgezogen

Liebe Leser,

ich möchte Euch nochmal daran erinnern, dass dieser Blog umgezogen ist: Ihr findet meinen aktuellen Blog unter http://www.christoph-deeg.de und http://www.christoph-deeg.com. Dieser Blog wird zum 01.06.2015 gelöscht.

Herzliche Grüße

Christoph Deeg

Wie man nach guten Social-Media-Managern sucht:

Liebe Leser,

das Thema Social Media hat in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Menschen, Unternehmen und Organisationen möchten in diesem Bereich aktiv sein. Wenn es nicht mehr um die private sondern die geschäftliche Nutzung von Social Media geht, ändert sich aber so einiges. In dem Moment, in dem man nicht mehr für sich, sondern für ein Unternehmen oder eine Organisation aktiv ist, sind weitreichende Kenntnisse und wenn möglich Erfahrungen notwendig.

Für Unternehmen und Organisationen bedeutet dies, dass man bei der Auswahl der dafür verantwortlichen Mitarbeiter einiges beachten sollte. Leider erlebe ich immer wieder, dass schon bei der Auswahl der Kandidaten schwere Fehler gemacht werden. Im Folgenden möchte ich sechs wichtige Empfehlungen für die Suche nach dem geeigneten Social-Media-Manager aussprechen:

  1. Vergessen Sie die Digital Natives! Es ist ein nettes Modewort geworden. Mit diesem Begriff sind die Menschen gemeint, die mit den neuen digitalen Kommunikationstechnologien aufgewachsen sind. Und ja es gibt diese Menschen wirklich. Nur haben diese Menschen deshalb nicht automatisch das Know How, um die Social-Media-Aktivitäten Ihres Unternehmens zu managen. Und nicht vergessen: in Schulen und Universitäten findet das Thema so gut wie gar nicht statt. Woher soll da Know How kommen?
  2. Es geht um Kommunikation und nicht um Kampagnen! Ein Social-Media-Manager ist nicht nur für kurzfristige Kampagnen relevant. Egal in welchem Bereich Sie aktiv sind, es geht letztlich um Kommunikation und das Ziel eine langfristige und nachhaltige Beziehung mit Menschen aufzubauen. Suchen Sie also nach Personen, die menschlich kommunizieren wollen und können.
  3. Denken Sie unbedingt an die Wirkung von Social Media nach innen! In vielen Unternehmen und Organisationen wird die interne Nutzung und die interne Wirkung von Social Media unterschätzt. Dabei entscheidet gerade der Umgang mit dieser Fragestellung, ob man im Bereich Social Media nachhaltig erfolgreich ist oder nicht. Suchen Sie nach Mitarbeitern, denen dieser Umstand bewusst ist.
  4. Social-Media-Manager sind auch analog aktiv! In vielen Gesprächen höre ich immer wieder, dass ein Social-Media-Manager vor allem vor dem Computer sitzen würde um mit der jeweiligen Community zu kommunizieren. Aber dem ist nicht so. Ein Social-Media-Manager wird natürlich einen großen Teil seiner Arbeitszeit online verbringen. Noch wichtiger ist aber z.B. die Kommunikation mit den einzelnen Abteilungen, um diese in die Social-Media-Aktivitäten zu integrieren.
  5. Fragen Sie nicht nach Abschlüssen, sondern nach Know How. Sehr viele sehr gute Social-Media-Manager haben dies nie studiert und auch keinen Abschluss in den Bereichen Marketing oder Kommunikation. Das ist aber keine Schwäche sondern vielmehr eine Stärke. Wenn Sie ausgesuchte Universtätsabschlüsse einfordern, dann schränken Sie den Kreis geeigneter Bewerber massiv ein.
  6. Gute Social-Media-Manager müssen sich immer seltener bewerben – denn sie werden gefunden. Deshalb: gehen Sie dorthin, wo sich Social-Media-Manager aufhalten. Besuchen Sie Barcamps und werden Sie Teil von themenbezogenen Gruppen auf Facebook oder LinkedIn.

Und dann noch ein wichtiger Tipp zum Anschluss: hegen und pflegen Sie gute Social-Media-Manager. Die digitale Revolution hat gerade erst begonnen. Social Media, Gamification, Smartplaces, Mobile Services etc. dies alles wird auf jedes Unternehmen und jeden Geschäftsbereich einen tiefgreifenden Einfluss haben. Klassische Medien werden massiv an Bedeutung verlieren. Sie können nicht nicht im Social Web aktiv sein! Social-Media-Manager – wie auch alle anderen Mitarbeiter – brauchen jetzt und in der Zukunft einen wirklich freien Zugang zum Internet. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit, das Netz während der Arbeitszeit privat nutzen zu dürfen. Es geht nicht mehr um Öffentlichkeitsarbeit 1.0 – es geht um menschliche Kommunikation 2.0 Deshalb lassen Sie auf keinen Fall zu, dass Social Media einfach eine weitere Aufgabe für die Abteilungen PR/Öffentlichkeitsarbeit und/oder Marketing werden. Und die Nutzung von Social Media und Co. wird in Zukunft ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg sein.

Beste Grüße

Christoph Deeg

Gedanken zu Digital-Analogen Kultur- und Bildungsinstitutionen

Liebe Leser,

wann habt Ihr Euch das letzte mal bewusst einen Kultur- oder Bildungsort angesehen? In unseren Städten können wir diesbezüglich überall regelrechte Tempel entdecken. Ein schönes Beispiel sind die verschiedenen Bibliotheksneubauten. Große Hallen – ein „zuhause für die Welt der Medien“. Modernes Design. Und manchmal sind es große ehrwürdige alte Bibliotheken, die uns einladen, in die Welt der Bücher einzutauchen. Ich liebe solche Orte! Auch wenn vor allem Bibliotheksneubauten nur selten heutigen Nutzungsansprüchen genügen, weil sie z.B. als große Hallen Orte der Ruhe sein müssen, was sie in vielen Aufgabenbereichen beschneidet, sind es immer noch beeindruckende Bauten. Und auch die Museen sind in vielen Fällen beeindruckend. Man weiß manchmal nicht, ob man das Museum wegen der ausgestellten Werke oder dem Gebäude an sich besuchen soll.

Vielleicht brauchen wir einmal im Jahr einen „Tag des Kultur- und Bildungsortes“. Und an diesem Tag besuchen wir die Museen, Opernhäuser, Theater und Bibliotheken nur um der Gebäude wegen. Ein solcher Ort ist immer ein Statement. Es sagt:“Seht her, das haben wir gebaut, um uns Bildung und Kultur zu widmen.“ Die Mitarbeiter solcher Institutionen sind immer besonders stolz auf „Ihren“ Ort. Und auf Fach-Konferenzen ist die Besichtigung der Bibliothek, des Museums etc. vor Ort immer Standardprogramm. Diese Gebäude sind ein Zeichen der Wertschätzung und unserer kulturellen Identität. Niemand würde auf die Idee kommen, Kunst und Kultur und Bildung in irgendwelche heruntergekommenen Barracken zu verfrachten. Wir wollen diese besondere Bedeutung der Orte und wir brauchen sie für unsere Identität. Selbst der kulturbabylonische Bau der Elbphilharmonie in Hamburg ist für uns nicht mehr als ein kleiner und letztlich nicht weiter problematischer Zustand.

Und so großartig wir die Bedeutung von Kunst, Kultur und Bildung in der analogen Welt auch hervorheben, so beeindruckend all diese Orte auch sind – in der digitalen Welt bewegen sich meiner Meinung nach Kunst, Kultur und Bildung auf dem Niveau eines Gartenhauses. Die digitalen Kulturorte, die Webseiten, Facebookseiten, Games, Smartplace, Apps etc. sind nur in Ausnahmefällen vergleichbar mit der Größe und Schönheit der analogen Kultur- und Bildungsorte. Gewiss, es tut sich was. Ja, wir freuen uns über jede Institution, die sich auf den Weg macht, die digitale Welt zu gestalten. Aber es bleibt sehr oft auf der Ebene des Freuens, dass da überhaupt etwas passiert.

In der analogen Welt gibt es Proteste, wenn Kultur- und Bildungsorte verfallen, zu klein und zu unmodern sind. Wir protestieren, wenn historische Bestände falsch gelagert werden, und sie damit Gefahr laufen, verloren zu gehen. Aber in der digitalen Welt geben wir uns mit Zweckbauten und Provisorien ab. Da heißt es dann schnell, man wäre ja nun zumindest mit dabei. Und man wisse ja nicht, ob das nicht alles nur ein Hype ist. Und man müsse ja nicht über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten werde. Da wird mal eben „was mit Gaming“ gemacht, weil man die jungen Leute erreichen will. Super, Thema Gaming haben wir jetzt auch – jetzt sind wir wieder modern und aktuell.

Während man sich bei Neu- und Umbauten in der analogen Welt große Mühe macht, etwas besonderes zu schaffen, gibt es im digitalen Raum nur äußerst selten strategische und umfassende Ansätze. Die Arbeit im digitalen Raum ist etwas für Praktikanten und Nerds – Hauptsache sie sind jung und haben einen Facebookaccount und/oder sie zocken gerne, das reicht als Qualifikation. Gewiss, man findet dann das eine oder andere Talent. Aber diese Talente können dann nur selten frei agieren, von einer professionellen Weiterbildung ganz zu schweigen.

In vielen Städten und Gemeinden sollen Museen und Bibliotheken und Theater für Vielfalt sorgen. Niemand möchte die Innenstädte den immer gleichen Einzelhandelsketten überlassen. Das bedeutet nichts anderes, als die Idee, dass solche einzigartigen Orte unsere Städte und Gemeinden und damit unsere Gesellschaft aktiv gestalten. Sie tun dies als herausragender Ort, mit einzigartigen Inhalten und damit verbundenen weiteren Angeboten. Im digitalen Raum ist dies nicht der Fall. Dort lassen wir zu, dass Unternehmen den Raum gestalten, den sie uns zur Verfügung stellen. Von ein paar tollen Ausnahmen abgesehen, wird zwar gerne über die digitale Welt diskutiert. Und besonders gerne beschäftigt man sich dabei mit dem durchaus vorhandenen Gefahrenpotential. Aber letztlich handelt sich dabei um ein Verhalten, das weniger dem eines verantwortungsvollen Kulturpolitikers und mehr dem eines Fußballfans ähnlich zu sein scheint. Wir alle sind doch Fußballtrainer und wir wissen natürlich besser als der Bundestrainer, wie man Weltmeister wird. Und auch wenn wir uns kontinuierlich irren – beim nächsten Spiel sind wir wieder Trainer.

Aber wir tun dies von außen – bei Bier und Chips. Ich denke, wir brauchen keine Institutionen, keine Kulturpolitiker, die über die digitale Welt philosophieren. Wir brauchen einen Kultur- und Bildungssektor, der genauso professionell die digitale Welt gestaltet, wie es auch in der analogen Welt passiert. Denn eines ist mir klar geworden: wenn die digitalen Horrorszenarien eintreffen sollten, vor denen immer so gewarnt wird, wenn radikale Ökonomisierung, der Wegfall der Privatsphäre und des Datenschutzes Realität werden sollten, dann geschieht dies nicht aufgrund mangelnder Gesetze, sondern deshalb, weil niemand von denen, die es könnten, versucht hat, den digitalen Raum aktiv zu gestalten. Die digitale Welt sollte als Querschnittsfunktion von Kultur und Bildung verstanden werden. Erst dann kann Ihr Gestaltungsprozess beginnen. Und wenn wir feststellen, dass wir in der analogen Welt besser aufgestellt sind als in der digitalen, dann ist es Zeit, das Ruder rumzureißen, und Segel zu setzen – auch wenn man dann dann in unbekannte Gewässer segeln muss, in denen es die eine oder andere Untiefe gibt. Aus diesem Grund sollten wir vielleicht überlegen, ob wir z.B. Kulturförderung in der Zukunft davon abhängig machen sollten, ob eine analog-digitale Gesamtstrategie vorhanden ist. Ich freue mich auf die Diskussion….

Beste Grüße

Christoph Deeg

Social Media als Querschnittsfunktion des Managements – und eine Vortragsreise nach Sibirien

Liebe Leser,

ich sitze gerade in einem Cafe im Flughafen in Moskau. In ein paar Stunden geht mein Flug nach Tyumen in Sibirien. Ich darf dort mit Unternehmen über neue Formen des Managements sprechen. Es ist eine große Ehre für mich, dass ich diesen Workshop durchführen darf. Und ich bin sehr gespannt auf die Menschen, mit denen ich leben und arbeiten werde. Ich bin sehr glücklich, dass ich durch meine Arbeit so viele verschiedene Kulturen kennenlernen darf. Meine Vortrags-, Workshop- und Researchreisen nach China, Japan, Süd-Korea, USA, Russland und natürlich Schweiz, Österreich, Portugal und Litauen haben mir immer wieder die Augen geöffnet und sie helfen, meine Beratungstätigkeit in Deutschland stetig zu verbessern.

In Tyumen werde ich u.a. über eine meiner Kernthesen sprechen. Es geht um die Idee, dass Social Media bzw. die Digitale Welt nicht eine Aufgabe, ein Werkzeug oder ein Kommunikationsort bedeuten, sondern dass es sich dabei viel mehr um eine Querschnittsfunktion des Managements handeln sollte. Zusammengefasst geht es um folgende Punkte:

  1. In den meisten Fällen wird Social-Media/die Digitale Welt in Unternehmen nur als Werkzeug angesehen. Dabei liegt der Fokus auf der Nutzung ausgewählter Plattformen um die vorab definierten Unternehmensziele zu erreichen.
  2. Social-Media/die Digitale Welt als Querschnittsfunktion meint aber die Implementierung sowohl der Technologie als auch der damit verbundenen Kultur bzw. der damit verbundenen Denk- und Arbeitsweisen in alle Bereiche des Managements.
  3. Man kann nicht nicht im Social Web aktiv sein, denn Kunden, Partner, Stakeholder, Mitarbeiter etc. sind im Social Web aktiv und entwickeln daraus resultierend neue Formen zu Denken und zu Arbeiten.
  4. Social Media/die Digitale Welt hat zudem einen Einfluss auf alle Unternehmensbereiche.
  5. Wird Social-Media/die Digitale Welt als Querschnittsfunktion des Managements anerkannt, ergibt sich dadurch zwangsweise eine starke Beziehung zum Management, sowohl als Inhalt als auch als Werkzeug und Funktion.

Diese fünf Punkte stellen quasi die Basis meiner Beratungstätigkeit in Unternehmen und Institutionen in den letzten fünf Jahren da und ich bin gespannt, zu welchen Ergebnissen wir bei meinem Workshop in Tyumen kommen.

Beste Grüße

Christoph Deeg

Digital-Analoge Widersprüche Teil 1 – Warum Bücher nicht besser als Games sind

Liebe Leser,
es gibt eine Vielzahl an Widersprüchen in der analog-digitalen Welt. Ich habe mir überlegt, dass ich mich mit einigen dieser Widersprüche in kleinen Blogbeiträgen beschäftigen möchte.

Der vielleicht bekannteste Widerspruch ist m.E. folgender: Wenn wir Menschen erleben, die jeden Tag in der Woche drei Stunden Computerspiele spielt oder im Internet surft, überlegen wir bereits, ob dieses Verhalten schädlich ist. Wenn die gleiche Person mit dem gleichen zeitlichen Aufwand Bücher liest, gehen wir davon aus, dass ihr eine goldene Zukunft bevorsteht. Und wer würde auf die Idee kommen, Mario Götze oder Julian Draxler zu therapieren, nur weil sie seit Ihrer Kindheit jeden Tag kontinuierlich Fussball spielen? Warum wird von Medienpädagogen immer „Präventionsarbeit“ verlangt? Einen Theater- oder Museumspädagogen würden wir nie auffordern, die Menschen dazu zu bringen, nicht zu viel ins Theater bzw. ins Museum zu gehen…

Gaming oder das Surfen im Internet ist nicht automatisch eine Zeitverschwendung, so wie lesen und musizieren nicht automatisch vorteilhaft sind. Digitale Medien sind nicht besser, aber auch nicht schlechter als analoge Medien.

Was bedeutet das für Unternehmen und Institutionen? Es ist wichtig, dass wir unsere kulturelle Bewertung von Medien und den damit verbundenen Handlungen hinterfragen. Wir müssen Plattformen bzw. ein Umfeld schaffen, in dem alle Medienformen inkl. der damit verbundenen Formen des Denkens und Arbeitens miteinander koexistieren können.
Beste Grüße

Christoph Deeg

Abschied ist ein bisschen wie sterben – wenn Projekte enden…

Liebe Leser,

heute ist es soweit: ich bin in der Stadtbibliothek Erlangen um den letzten Workshop auf dem Weg in die digitale Bibliothekswelt durchzuführen. In den letzten 2 Jahren habe ich die Bibliothek zusammen mit meiner tollen Kollegin Julia Bergmann auf dem Weg in die digitale Zukunft begleitet. Das Ziel war klar: Die Bibliothek wollte Ihre digital-analoge Zukunft gestalten und wir durften Sie auf dem Weg dorthin begleiten. Dabei sollte das ganze Team mitgenommen werden.

Es gab eine Vielzahl an Workshops zur internen und externen Nutzung von Social Media, zu Social-Media-Management, zu Mobile Internet, zur Vernetzung von analogen und digitalen Angeboten, zu eBooks und Recherchestrategien etc. Darüber hinaus haben wir zwischen den Workshops Videokonferenzen durchgeführt und mittels internem Blog, Facebook und Twitter kommuniziert. Die Bibliothek war also die ganze Zeit mit uns vernetzt – und konnte sich so weiterentwickeln. Die Arbeit in der digitalen Welt verändert die Bibliothek als Ganzes. Sie hat Einfluss auf alle Bereiche und Mitarbeiter der Bibliothek und so haben wir spezielle Konzepte entwickelt, die diesen Wandel begleiten, befördern und unterstützen. Erlangen war nicht die erste Bibliothek, in der wir dieses Konzept umgesetzt haben. Entstanden ist es im Rahmen unserer Aktivitäten im Projekt „Lernort Bibliothek“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Z.B. Bibliotheken in Köln, Dormagen, Gütersloh, Münster, Rheinbach, Bergheim und später Würzburg haben dieses Programm bereits durchlaufen und in 2015 kommen schon zwei weitere Bibliotheken mit hinzu.

Wenn man so intensiv mit Menschen über einen langen Zeitraum zusammenarbeitet, entstehen Freundschaften. Ich war nicht nicht nur zu Workshops in Erlangen. Ich habe mit den Mitarbeitern der Bibliothek auch den Weihnachtsmarkt besucht, war auf kulinarischer Reise durch die fränkischer Küche und habe eine tolle Autorin aus Erlangen kennengelernt. Anders ausgedrückt: Auch wenn ich Berater und Speaker für digitale Themen bin, arbeite ich eigentlich komplett analog. Ich arbeite nicht mit Computern sondern mit Menschen. Und diese Arbeit ist etwas besonderes. Solche intensiven Projekte, bei denen es, wie schon erwähnt, um einen tiefgreifenden Wandel in der ganzen Bibliothek geht, verändern auch mich…

Nun werden wir heute über eine digitale Gesamtstrategie sprechen und die ersten Schritte zu dieser Strategie planen. Und wir werden uns verabschieden – wobei ich schon ahne, dass ich bald wiederkommen werde. Es macht einfach zu großen Spass mit diesen tollen Menschen zu arbeiten…

Beste Grüße

Christoph Deeg

PS: Wenn Ihr mehr zu diesem Modell wissen wollt, hinterlasst einfach einen Kommentar. es eignet sich auch für Museen, Archive und Unternehmen:-)

Neue Workshops für Bibliotheken im Bereich Gaming und Social-Media

Liebe Leser,

es ist soweit: heute präsentiere ich Euch mein neues Workshopangebot für Bibliotheken. In Kürze werde ich Euch auch die Workshops für Unternehmen sowie Museen und Archive präsentieren. Da kommen einige spannende Inhalte auf Euch zu:-)

Alle Workshops können inhouse oder an einem anderen zentralen Ort durchgeführt werden. Ich verfüge über Tagungsräume in ganz Deutschland – Fragt einfach nach:-)

Wenn Ihr Fragen oder Wünsche habt – oder einen Workshop buchen wollt, könnt Ihr mich unter christoph.deeg@googlemail.com oder +49-157-73808447 erreichen.

Beste Grüße

Christoph Deeg

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Workshops im Bereich „Gaming in Bibliotheken“:

Titel: Das mobile Gaming-Labor für Bibliotheken – Gaming-Einführungs-Workshop für öffentliche Bibliotheken

Inhalt: Das Thema Gaming hat eine immer größere Bedeutung für die Arbeit öffentlicher Bibliotheken. Und nahezu alle Bibliotheken haben zumindest einige Games im Bestand. In diesem Workshop geht es zum Einen um die Frage, warum sich Bibliotheken mit Gaming intensiv befassen sollten – inkl. Argumentationshilfen für das Umfeld bzw. die Träger der Bibliothek. Zum Anderen erfahren die Teilnehmer, wie man das Thema Gaming als Bibliothek erfolgreich umsetzen kann. Wir beginnen mit Fragen zum Bestand und der passenden Hardware sowie den räumlichen Erfordernissen. Daran anschließend lernen die Teilnehmer, wie man erfolgreiche Gaming-Veranstaltungen und Gaming-Projekte entwickelt und realisiert. Im zweiten Teil des Workshops geht es um das aktive ausprobieren verschiedener Spiele und Konsolen. Hierfür stehen 4 stationäre und 3 mobile Gaming-Stationen (z.B. Playstation 3+4, XBOX One und XBOX360 etc.) zur Verfügung.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen Bibliotheken, die sich neu oder noch intensiver mit dem Thema Gaming auseinandersetzen möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1-2

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Titel: Auf dem Weg zur ultimativen Gaming-Bibliothek – Gaming-Fortgeschrittenen-Workshop für öffentliche Bibliotheken

Inhalt: Immer mehr Bibliotheken sind im Bereich Gaming aktiv. Aber wie wird man zu einer „Gaming-Bibliothek“? Was hat Gaming und Lernen und der Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz zu tun? Wie kann Gaming in Leseförderungs- und Literaturprogramme eingebunden werden? Wie sieht ein nachhaltiger „Gaming-Bestand“ aus? Und was bedeutet Gaming für die „Bibliothek als Ort“? In diesem Workshop lernen Sie nicht nur viel über die theoretischen Nutzungsmöglichkeiten von Games in der Bibliothek. Sie lernen auch wie eine konkrete Gaming-Strategie für Ihre Bibliothek aussehen könnte und was sie bei deren Entwicklung beachten sollten. Am Ende des Workshops wissen Sie, wie Sie die vier Felder der Gaming-Bibliothek: „Gaming-Bestand“, „Gaming-Ort“, „Gaming-Services“ und „Gamified Library“ in Ihrer Bibliothek konkret umsetzen können.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen Bibliotheken, die bereits Erfahrung im Bereich Gaming haben und die vorhandenen Aktivitäten professionalisieren möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1

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Titel: Gaming und Gamification in wissenschaftlichen Bibliotheken

Inhalt: Das Thema Gaming ist längst kein reines Entertainment-Thema mehr. Gaming und Gamification bedeuten vor allem Lernen. Und so ist es wenig verwunderlich, dass Gaming immer relevanter in den Bereichen Forschung und Lehre wird. Immer mehr Lehrende nutzen Games, Gamification und Game-Mechaniken für die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte und in der Forschung werden Games z.B. für die Simulation komplexer Systeme genutzt. Aus diesem Grund werden Gaming und Gamification immer relevanter für wissenschaftliche Bibliotheken oder anders ausgedrückt: Serious Games, Alternate Reality Games, Gamification etc. werden die Bibliothekswelt verändern. In diesem Workshop sollen die Teilnehmer lernen, welche Bedeutung Gaming und Gamification für Forschung Lehre haben, und wie wissenschaftliche Bibliotheken das Thema für ihre Arbeit erfolgreich nutzen können. Im Workshop wird es sowohl um die Theorie also auch um konkrete Umsetzungen in Bibliotheken gehen.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus wissenschaftlichen Bibliotheken, die sich mit dem Thema Gaming beschäftigen wollen.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1

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Titel: Praxisworkshop Redesign Games – Neue Wege der Nutzung von Computerspielen in der Bibliothek

Inhalt: Computerspiele machen Spass und vermitteln eine Vielzahl an Kompetenzen. Besonders interessant ist die Nutzung von Computerspielen in neuen Kontexten. So eignen sich Games für Storytellingprojekte, Schreibwerkstätten, kleine Filmprojekte etc. In diesem Workshop entwickeln die Teilnehmer eigene kleine Konzepte, bei denen Games in neuen Kontexten genutzt werden. Die Konzepte können dann in den Bibliotheken umgesetzt werden. Hierfür werden verschiedene Kreativtechniken und Spielmechaniken genutzt.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken, die aktiv eigene Nutzungskonzepte für Computerspiele entwickeln möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 16

Anzahl der Tage: 1

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Workshops im Bereich „Social Media“ und „Digitale Strategien“

Titel: Entwicklung einer Digitalen Gesamtstrategie für Bibliotheken

Inhalt: In den letzten Jahren hat sich die Bibliothekswelt nachhaltig verändert. Immer mehr Bibliotheken sind mit einer Vielzahl an digitalen Angeboten unterwegs. Onleihe, Gaming, Webseite, Datenbanken, Social Media etc. sind in der Welt der Bibliotheken angekommen. Im nächsten Schritt geht es nun um die Professionalisierung dieser Aktivitäten. Ein wesentliches Element ist die Entwicklung und Realisierung einer digitalen Gesamtstrategie, bei der alle digitalen Aktivitäten miteinander vernetzt und weiter entwickelt werden. Dabei geht es u.a. um die Nutzung möglicher Synergien bei gleichzeitiger Schonung der zumeist begrenzten Ressourcen. Eine digitale Gesamtstrategie kann helfen, die einzelnen Aktivitäten zu bündeln und gleichzeitig erfolgreicher zu machen. In diesem Workshop lernen die Teilnehmer, wie man auf Basis der individuellen Ausgangssituation eine nachhaltige, umfassende und erfolgreiche digitale Gesamtstrategie entwickelt und realisiert.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken, die die vorhandenen digitalen Aktivitäten professionalisieren und weiterentwickeln möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1-2 (im Abstand von ca. 4-5 Monaten)

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Titel: Zukunftsworkshop „Auf dem Weg in die analog-digitale Bibliothekswelt“

Inhalt: Die Welt der Bibliotheken verändert sich nachhaltig. Sowohl die digitale als auch die analoge Welt stellen die Bibliotheken vor völlig neue Herausforderungen. Neue Medienformen, neue Mitbewerber und neue Kundenwünsche erfordern neue Konzepte für die Bibliotheksarbeit. Makerspaces, 3D-Drucker, Gaming, Mobile Internet, Onleihe etc. diese und viele weiteren Angebote werden ebenso relevant wie der klassische Bestand, die Leseförderung sowie die Beratung und Begleitung bei der Suche nach relevanten Informationen. Es entsteht eine neue analog-digitale Bibliothekswelt. In diesem Workshop lernen die Teilnehmer, wie man die Bibliothek als Schnittstelle zwischen der analogen und der digitalen Welt positioniert. Hierzu gehören u.a. die Vernetzung von digitalen und analogen Angeboten, die Entwicklung von neuen bzw. die Weiterentwicklung von vorhandenen Veranstaltungsformaten, die Vernetzung mit neuen Kooperationspartnern sowie neue Nutzungsformen der klassischen Aufgaben wie z.B. der Bestandsarbeit und der Leseförderung.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken, die neue Zielgruppen erreichen bzw. neue Angebote entwickeln möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1-2 (im Abstand von ca. 4-5 Monaten)
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Titel: Kleine Bibliothek ganz groß – Wie kleine Bibliotheken erfolgreich digitale Angebote entwickeln und nutzen können

Inhalt: Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft, neue Mediennutzungsformen und neue Formen der Kultur- und Wissensvermittlung stellen Bibliotheken vor große Herausforderungen. besonders für kleine und sehr kleine Bibliotheken ist es zumeist schwer, eigene Angebote erfolgreich umzusetzen. Der Mangel an Zeit und Ressourcen erfordert individuelle Konzepte, die speziell auf die Ausgangssituation kleiner und sehr kleiner Bibliotheken zugeschnitten sind. Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Mitarbeiter kleiner und sehr kleiner Bibliotheken, die nach umsetzbaren digital-analogen Konzepten suchen. Auf Basis meiner langjährigen Erfahrungen in der Beratung und Begleitung kleiner und sehr kleiner Bibliotheken ist ein spezielles Konzept entstanden, welches in diesem Workshop besprochen wird. Der Fokus liegt dabei auf der gemeinsamen Entwicklung konkreter Ideen und Strategien, die dann in den Bibliotheken umgesetzt werden können. Es handelt sich dabei um zwei Workshoptage, wobei der zweite Workshoptag ca. 4 Monate nach dem ersten Tag stattfindet und für die Evaluation und ein Update genutzt wird.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus kleinen und sehr kleinen Bibliotheken.

Maximale Teilnehmerzahl: 16

Anzahl der Tage: 1-2 (im Abstand von ca. 4-5 Monaten)