Ein zuhause für Deine Ideen – mein Beitrag zum stARTcamp in München

Liebe Leser,

ich sitze gerade in der S-Bahn zum Flughafen in München. Eben gerade habe ich das stARTcamp in München verlassen. Die Eindrücke sind noch ganz frisch und so schreibe ich nun meinen Beitrag zu dieser tollen Veranstaltung. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis erzähle, dass ich in München war und den ganzen Tag die Sonne schien, dass es Samstag war und ich die ganze Zeit in geschlossenen Räumen saß und tollen Referenten folgte, dann erklären sie mich entweder für verrückt oder aber sie bekommen ein Gefühl für die Qualität der Veranstaltung.

Heute war es keine Tagung sondern ein Barcamp und es gab viel zu lernen. Es ging um Storytelling, mobile Apps, Cloud-Communitys, Inhalte und noch mehr Inhalte und um die Frage, wie man eine Institution so verändert, dass Sie kompatibel mit dem Web ist. Ich war sehr glücklich über die große Zahl an Interessierten in meiner Session und ich konnte zeigen, warum es so wichtig ist, das ganze Team mit zu nehmen und wie man das am besten macht. Social-Media als Querschnitts- oder Managementfunktinon ist m.E. der wichtigste Schritt für einen nachhaltigen Erfolg im Web.

Besonders spannend war für mich heute das lernen. Christian Henner-Fehr redete über verschiedene Formen von Inhalten, Frank Tentler zeigte, wie man strategisch Social-Media-Management betreiben kann – und dabei Spass hat. Ich konnte viele neue Videointerviews aufnehmen und es gab den leckersten Leberkäse seit langem. Leider kann man nicht alle Sessions erleben. Vor allem Ulrike Schmid und Sybille Greisinger hätte ich gerne zugehört. Es waren durchweg spannende Teilnehmer und ich hoffe sehr, dass ich alle Teilnehmer eines Tages wiedersehen kann.

Die wichtigste Lektion war aber eine andere. Möchte man im Social Web erfolgreich sein, dann muss man vor allem als Plattform denken und handeln. Anders ausgedrückt: man muss verstehen, dass das Internet menschlich ist und dass es darum geht, sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt ein zuhause für Ideen und Kreativität zu erschaffen. Kein Mensch möchte mit einer Institution kommunizieren. Kommunikation mit einer Institution ist das Gleiche wie Kommunikation mit einer Maschine. Das Social Web erfordert, dass ich als menschliches Wesen kommuniziere und agiere. Warum schreibe ich dies alles? Die Macher des stARTcamps und der gestrigen Tagung haben es geschafft die ideale Plattform zu sein. Es hat großen Spass gemacht. Es gab überall einen Dialog auf Augenhöhe. Es ist eine sehr hohe Kunst, ein zu Hause für Ideen, Kultur, Kreativität und Spass zu erschaffen und genau das ist den Organisatoren der letzten beiden Tage gelungen. Es gibt nur sehr selten Tagungen oder Konferenzen, die dies schaffen. Wer im Social Web erfolgreich sein möchte sollte versuchen, einen Ort zu schaffen, der so viel Spass macht wie die beiden letzten Tage. Auf der Tagung Aufbruch. Museen im Web 2.0 und auf dem stARTcamp ging es nicht um Social-Media. Beide Tage waren pures, reines Social-Media.

In Kürze werde ich nach Berlin fliegen. Nächste Woche bin ich u.a. in Berlin auf den Gamestagen. Dann habe ich noch ein wichtiges Meeting – drückt mir die Daumen! Und am Freitag beginnt dann mein Kurs an der Universität Hildesheim zum Thema „Neues Kulturmanagement! Wie Gaming und Social-Media die Kulturinstitution der Zukunft gestalten“. Natürlich werde ich berichten und schonmal Schokokuchen vorbereiten…

Euch allen ein schönes Wochenende

Christoph Deeg

6 Kommentare zu “Ein zuhause für Deine Ideen – mein Beitrag zum stARTcamp in München

  1. Moin, Christoph,
    wollte mich noch für die sehr spannende und anregende Session beim #scmuc12 von dir bedanken. Für mich hat es einige sehr wichtige Impulse, nicht zuletzt für das @operncamp am 9. Juni in Heidenheim, gegeben. Aber auch für die Tagesarbeit waren einige sehr bedeutende Anregungen dabei. Wieder mal bestätigt: Digitale Kommunikation und Real Life sind in der Kombination irgendwie unschlagbar 😉
    Hoffe, dass wir uns demnächst noch mal sehen.
    cdv!

    • Ein fröhliches Moin zurück!

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Mich hat es auch sehr gefreut Dich kennen zu lernen. Ich wünsche Euch für Euer Operncamp ganz viel Erfolg. Das Videointerview mit Dir werde ich zeitnah posten:-) Wenn Du Lust hast, kannst Du auch gerne auf meinem Blog einen Gastbeitrag zum Operncamp schreiben?

      Ganz liebe Grüße

      Christoph

  2. Pingback: kulturblog.net – stARTcamp München: Über Lust und Frust der Social Media-Beauftragten

  3. Pingback: Digitale Kommunikation: Neben Angst auch viel Spaß » Operncamp |

  4. Pingback: “München leuchtet” – Nachlese zur Tagung “aufbruch. museen und web 2.0″ und stARTcamp : iliou melathron

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s