Social-Media, Museums-Kultur und Social-Media-Management

Liebe Leser,

ich sitze gerade im Hotel in München. Morgen werde ich auf der Tagung Aufbruch. Museen und Web 2.0über das Konzept „Social-Media als Querschnittsfunktion einer Kulturinstitution“ sprechen. Heute Nachmittag habe ich noch eine Skype-Konferenz bezüglich der Deutsch-Amerikanischen Gaming-Liga für Bibliotheken, Museen und Archive. Danach werde ich mir mit meinem iPad ein schönes Cafe suchen und Mails beantworten. Via Facebook und Twitter kommuniziere ich bereits mit einigen Tagungsteilnehmern Heute morgen im Flugzeug hatte ich ein sehr spannendes Gespräch mit einer Juristin. Wir haben uns u.a. über Social-Media und die Kultur bzw. die Denk- und Arbeitsweisen von Unternehmen und Institutionen unterhalten. Sehr interessant war der Vergleich zwischen der Unternehmens- bzw. Institutionskultur in Deutschland und den USA.

Für mich war das Gespräch vor allem deshalb interessant, weil ich morgen auf der Tagung Aufbruch. Museen und Web 2.0 und auch einen Tag später auf dem stARTcamp ebenfalls in München vor allem über die Frage sprechen werde, ob die Kultur der Kulturinstitutionen mit der des Web 2.0 kompatibel ist bzw. was man tun kann, um diese Kompatibilität zu erreichen. Natürlich gibt eine Vielzahl an möglichen Aktivitäten im Web. Da geht es um Storytelling, neue Apps., neue Twitter-Events etc. und alles das macht großen Spass und kann, wenn es richtig gemacht wird, auch sehr erfolgreich sein. Das Problem ist nur, dass es m.E. im Web nicht um Technologie und/oder Projekte sondern eine völlig neue Art zu Denken und zu Arbeiten geht. Es geht um eine völlig neue Kultur. Möchten Institutionen und Unternehmen im Web nachhaltig erfolgreich sein, müssen sie diese Kultur als Lebensrealität ihrer Kunden/Nutzer/Besucher akzeptieren und sich zu eigen machen. Die Aufgabe ist also nicht nur die, eine Facebook-Seite, einen Blog oder eine App zu haben. Es geht auch um die Frage, wie ich meine Strukturen, meine Denk- und Arbeitsweisen sowie meine Kernaufgaben neu definiere bzw. überdenke. Dieser Wandel ist weitaus schwieriger als die Arbeit im Netz. Es lohnt sich aber…

Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten beiden Tage und bin gespannt auf die vielen Vorträge und Diskussionen. Ich werde auf jeden Fall berichten:-)

Beste Grüße

Christoph Deeg

2 Kommentare zu “Social-Media, Museums-Kultur und Social-Media-Management

  1. Das Problem: ob Unternehmen oder Kultureinrichtung, viele von ihnen wollen diese Veränderung gar nicht, denn es ist eine Veränderung, von der wir gar nicht wissen, wohin sie uns führt. Und einen solchen Weg zu gehen ist eine gewaltige Herausforderung.
    Wir sehen uns morgen. 😉

    • Hallo Christian,

      nun antworte ich erst, nachdem ich Dich in München getroffen habe:-) Ich nehme aus München mit, dass ganz viele Menschen diese Veränderung wollen und ihren Nutzen sehen – und dass es sehr sehr schwer wird:-)

      Ganz liebe Grüße

      Christoph

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