Ich bin wieder da – Nach dem Urlaub: Neue Erkenntnisse, Neue Produkte, Neue Kunden

Liebe Leser,

ich sitze gerade in meinem Hotelzimmer in Mainz. Morgen werde ich das erste Modul eines Social-Media-Workshop-Projektes für die Universitätsbibliothek Mainz durchführen. In den letzten Monaten habe ich immer wieder festgestellt, dass ein einzelner Workshop zum Thema Social-Media zumeist nicht ausreicht. Für eine Institution oder ein Unternehmen ist es viel sinnvoller, wenn es eine Abfolge von aufeinander aufbauenden Workshops gibt, die dafür sorgen, dass es zu einem Wandel innerhalb der Organisation kommen kann. Somit begleite und berate ich die Organisation über einen längeren Zeitraum. Diese Herangehensweise hat sich in vielen meiner Projekte bewährt. Auch die Begleitung in die digitale Welt von mittlerweile 28 Bibliotheken im Rahmen des Projektes „Lernort Bibliothek“, welche ich zusammen mit meiner Kollegin Julia Bergmann entwickelt habe und seit nunmehr 2,5 Jahren umsetze, basiert auf diesem System.

Vielleicht ist es einigen von Euch aufgefallen, dass ich in den letzten Tagen nicht gebloggt habe. Das hat einen einfachen Grund: ich war im Urlaub. Genauer gesagt war ich für 10 Tage in der Türkei. Der Urlaub war toll und er war notwendig. In den letzten 100 Tagen habe ich fast ohne Pause Unternehmen und Institutionen auf ihrem Weg in die digitale Welt beraten und begleitet. Einige wollten im Bereich Social-Media aktiv werden. Andere wollten die Welt des mobilen Internets verstehen und Geräte wie das iPad, Smartphones, eBook-Reader und Smartphones ausprobieren. Hierfür habe ich die Mobile-Internet-Roadshow entwickelt. Schließlich ging es bei manchen Kunden um die Frage, wie Gaming unsere Freizeit- und Arbeitswelt verändert, d.h. von Gaming lernen, wie man bessere Produkte entwickelt, das Marketing verbessert, die eigenen Mitarbeiter motiviert und aktiviert oder vereinfacht ausgedrückt: wie man Gaming nutzen kann um ein besseres Unternehmen bzw. eine bessere Institution zu werden.

In diesem Beitrag möchte ich zum Einen über meine Erfahrungen in der Türkei und zum Anderen über meine Projekte in den nächsten Monaten berichten. Beginnen wir also mit der Türkei:

Meinen Urlaub habe ich im Hotel Baia Lara verbracht. Es ist eines der unzähligen Hotels, die sich wie eine Perlenkette an der türkischen Küste rund um Antalya aufreihen. Das Konzept ist verhältnismäßig einfach: es sind riesengroße Mastanlagen. Jeder Schweine- oder Rindermastbetrieb kann diesem System nicht das Wasser reichen. Es gibt nahezu rund um die Uhr Essen und Trinken. Es kommt einem vor, als geht es darum, in sehr kurzer Zeit möglichst viel Gewicht zu zu legen. Im Ergebnis entstehen also nicht Magermodells ala „Heidi-Dumms-wieder-mal-kein-Topmodell“ sondern eher umfassende Wuchtbrummen. Am Anfang habe ich versucht, Teil dieser Community zu werden. Es gelang mir nicht. Egal wie ich es auch drehte und wendete, mehr als drei große Mahlzeiten pro Tag – wobei es dann sogar teilweise Salat gab – konnte ich nicht realisieren.

Im Urlaub verzichte ich auf jegliche technischen Spielereien. Ich habe also kein Notebook, kein iPad, kein Android-Pad, kein Smartphone, kein normales Handy etc. dabei. Die einzigen Gadgets die ich unbedingt benötige sind meine Digitalkamera und mein Amazon Kindle-Reader. Ich möchte ja nun mal endlich wieder lesen. Der eBook-Reader sorgt dafür, dass ich nicht mehr diese Berge von Büchern mitschleppen muss. Zudem kann ich beim Amazon Kindle einzelne Textteile markieren und kommentieren. Diese Daten werden dann automatisch mit meinem PC und allen anderen Devices synchronisiert. Ich habe also alle meine Ideen gesichert. Zudem kann ich sehen, welche Bereiche von anderen Lesern des Buches markiert und kommentiert wurden.

Der Verzicht auf die Technik war für mich kein Problem. Im Gegenteil. Für mich ist es völlig normal, kontinuierlich online zu sein. Ich liebe es mit verschiedenen Werkzeugen neue digitale Welten zu erforschen. Ich plane meine Projekte mittels Dropbbox, Google und Mindmeister, ich bilde mich weiter auf Youtube, ich habe Spass bei Computergames etc. Alle diese Dinge gehören zu meiner Lebensrealität – genauso wie das offline sein.

Aber natürlich kann man im Urlaub auch ohne Technik etwas über die digitale Welt lernen. Zum Einen konnte ich das Online-Nutzungsverhalten einiger Senioren beobachten. Zumeist wird die digitale Welt der jungen Generation zugeschrieben. Aber gerade die ältere Generation erschließt sich in zunehmendem Maße die digitale Welt und ich denke wir sollten uns viel mehr damit beschäftigen. Ich konnte einige Senioren beobachten, die mit iPads und Smartphones arbeiteten und es machte Ihnen offensichtlich großen Spass. Natürlich gab es überall im Hotel freies WLAN – hier haben die türkischen Hotel den meisten deutschen Kultur- und Bildungsinstitutionen einiges voraus.

Zum Anderen habe ich viele Menschen mit eBook-Readern gesehen. Mit einigen konnte ich sprechen. Einige Urlauber nutzten einen Sony-Reader und einmal habe ich sogar einen Trekstor-Reader gesehen. In den meisten Fällen handelte es sich aber um den Amazon-Kindle. Ich habe mich dann mit einigen Nutzern unterhalten. Keiner wusste, dass es so etwas wie die Onleihe vieler deutscher Bibliotheken gibt. Interessant war auch, dass alle Amazon-Kindle-Nutzer Kritiker des geschlossenen Systems waren und zugleich angaben, dass der Kindle aber mit Abstand das beste System sei. Natürlich sind dies auf keinen Fall repräsentative Daten. Es ist aber trotzdem spannend mit Nutzern über dieses Thema zu reden.

Schließlich konnte man auch einiges über das Thema Urheberrecht lernen. Genauer gesagt: es gibt keines. Das Foto des Uhrengeschäftes spricht sicherlich Bände. Es zeigt aber auch: es gibt einen riesigen Markt für Piraterie und er lebt auch und vor allem durch deutsche Urlauber. Sicherlich werden die Käufer der ganzen Kopien niemals die Originale kaufen – Gucci-Taschen kosten einige tausend Euro. Jedoch zeigt mir dieses Beispiel, dass das Thema zum Einen kein Online-Thema und zum Anderen nicht einfach zu lösen ist.

Alles in Allem war es ein toller Urlaub. Ich habe zwei Kilo zugenommen und sehr viel gelesen. Und aktuell fehlt mir die Wärme und das Meeresrauschen aber die nächsten Monate werden sehr spannend werden.

Neue Angebote und neue Kundengruppen

Auch weiterhin werde ich Unternehmen und Institutionen auf ihrem Weg in die digitale Welt begleiten. Hinzukommen werden als Kunden Städte und Gemeinden sowie Verbände. Hier habe ich im letzten Jahr ein paar spannende Projekte begonnen, die nun endlich Realität werden. Es wird wieder einige Vorträge auf Konferenzen und Tagungen geben. Ich werde zur Zukunft der Bibliotheken und Museen sowie über Social-Media als ganzheitliches Managementmodell in Unternehmen und Institutionen sprechen. Es werden ein paar Bücher erscheinen, zu denen ich einen Beitrag beisteuern durfte.

Des weiteren werde ich den Aufbau der Mobile-Internet-Roadshow vorantreiben. Immer mehr Institutionen und Unternehmen möchten das mobile Internet ausprobieren und diese Welt für sich nutzen. Nach Kamp-Lintfort und Hannover gibt es nun schon die nächsten Termine und Anfragen.

Ebenfalls ausbauen werde ich die Workshops zum Thema Gaming. Dabei gibt es zwei Modelle. Es gibt Workshops für Unternehmen und Institutionen die lernen möchten, wie man Gaming bzw. die damit verbundenen Denk- und Arbeitsweisen nutzen kann um erfolgreicher zu sein. Daneben gibt es Spezial-Workshops für Bibliotheken, die sich dem Thema Gaming nähern möchten. In diesem Zusammenhang wird es auch die nächsten Social-Media-Battles geben.

Schließlich werde ich mein Ehrenamt weiter entwickeln. Als stellvertretender Vorsitzender des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. bin ich vor allem für den Bereich Gaming verantwortlich und mit der Gaming-Roadshow, der Deutsch-Amerikanischen-Gaming-Bibliotheks-Museums-Archiv-Liga, den Gaming-Videokonferenzen und 23things-for-gaming gibt es einiges zu tun.

Schließlich gibt es noch zwei Querschnittsprojekte. Zum Einen werde ich in den nächsten Wochen alle meine Onlineaktivitäten umbauen bzw. relaunchen. Es wird sich vor allem inhaltlich einiges ändern. Ich werde alle Veränderungen dokumentieren und zur Diskussion stellen. Zum Anderen gehen bald wieder die nächsten Social-Media-Gaming-Barbecues los. Das große Angrillen steht kurz bevor und ich hoffe, dass ich auch in Düsseldorf und Rheinbach wieder einzigartige Abende erleben darf.

Beste Grüße

Christoph Deeg

3 Kommentare zu “Ich bin wieder da – Nach dem Urlaub: Neue Erkenntnisse, Neue Produkte, Neue Kunden

  1. Hi,

    schön zu lesen, dass Du wieder im Lande bist….als leidenschaftlicher Planespotter sei die Frage nach der Airline erlaubt 🙂 .
    Du schreibst vom SMGBB in Düsseldorf….gibt es da schon einen Termin?

    Gruß
    Martin

    • Hi Martin, ich bin mit Condor geflogen – das ist 100x beser als mit Sunexpress;-) Übrigens kennst Du eigentlich den Germanwings-Airbus der wir der Berliner Bär bemalt ist? Wenn nicht schicke ich Die gerne ein Foto…

  2. Hi,
    das muss ne rethorische Frage gewesens ein, aber trotzdem Danke 😉 Den „Bearbus“ kenne ich natürlich. Condor mag ich auch ganz gerne, vor allem weil die noch echte Flugzeuge fliegen….so mit Seilzügen und ordentlich Power 😉

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