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Willkommen auf meiner Forschungsreise nach Asien zum Thema “Gaming”

Liebe Leser,

es ist Samstag der 23.02.2013 und ich sitze am Flughafen in Berlin-Tegel. In den letzten zwei Wochen war es auf meinem Blog wieder etwas ruhiger. Mein Ziel, in diesem Jahr 100 Blogbeiträge zu posten verfolge ich weiter, aber in den letzten Wochen musste ich einiges in der analogen Welt vorbereiten. Neben meinen Beratungstätigkeiten in den Bereichen Social-Media und Gamification für Unternehmen und Institutionen und der Tatsache, dass ich gerade mein erstes Buch schreibe (nein, es ist kein Buch über Barbecue sondern über Gaming) musste ich vor allem eine Reise vorbereiten, die heute beginnt: Meine Forschungsreise zum Thema „Gaming in Ost-Asien“.

Worum geht es genau?

In den nächsten 16 Tagen werde ich nach Hongkong, Shanghai, Tokio, Osaka und Seoul reisen um im Auftrag des Goethe-Instituts zum Thema Gaming in Asien zu forschen. Diese Reise ist der Auftakt zu einer längeren Forschungsarbeit und wenn alles gut läuft ist es nicht die letzte Reise nach Asien.

Warum Gaming in Asien?

Ich werde während meiner Reise sehr viele Menschen, Unternehmen, Institutionen und Orte kennenlernen. Ich möchte herausfinden, wie sich in diesen Ländern Gaming, Bildung, Wirtschaft und Kultur gegenseitig beeinflussen. Das Thema Gaming verbinden viele Menschen noch immer mit jungen männlichen Teenagern, Suchtgefahren und Gewaltdarstellungen. Aber Gaming ist viel mehr. Gaming ist ein Teil der digitalen Kultur und diese Kultur steht für neue Denk- und Arbeitsweisen, neue Formen der Kultur- und Wissensvermittlung, neues Lernen, neue Management-Modelle und jede Menge Spass. Wenn Social-Media Web 2.0 ist, dann ist Gaming Social-Media 2.0. Alle Themen, alle Ziele, alle Herangehensweisen, welche wir aus dem Bereich Social-Media kennen bzw. andenken sind im Gaming bereits seit Jahren vorhanden. Gaming bedeutet Lernen, Wissensmanagement, Marketing, Spielen, Austauch etc. Die besten Community-Manager können wir in der Gaming-Branche finden. Storytelling, Augmented Reality, Vernetzung, Recherchekompetenz, Leseförderung – all das ist in Gaming vorhanden. Wenn wir diese Kultur verstehen und uns zu eigen machen, wenn wir uns dieser Kultur öffnen, dann können diese Modelle helfen, bessere Kultur- und Bildungsinstitutionen, bessere Unternehmen und bessere Communitys zu entwickeln.

Natürlich ist in Asien nicht alles besser – aber ich glaube es ist anders. Dies betrifft auch die möglichen negativen Konsequenzen. Meine Asienreise basiert also nicht auf der Idee, den asiatischen Weg – wenn es dies überhaupt gibt – in Deutschland zu kopieren. Aber ich glaube, wir können voneinander lernen.

Für mich sind Social-Media und Gaming die zwei Seiten der selben Münze. Niemand braucht eine Social-Media-Strategie. Was wir benötigen sind digitale Strategien, die sowohl Social-Media als auch Gaming beinhalten.

In den nächsten Tagen werde ich sehr viele Fotos und Videos aufnehmen, sehr viele Menschen treffen und sehr viele Eindrücke sammeln. Ich bin gespannt auf das was mich erwartet. Natürlich werde ich versuchen, so oft wie irgend möglich zu bloggen. Ansonsten könnt Ihr mir natürlich auch auf Twitter, Facebook etc. folgen.

Beste Grüße

Christoph Deeg