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Abschied ist ein bisschen wie sterben – wenn Projekte enden…

Liebe Leser,

heute ist es soweit: ich bin in der Stadtbibliothek Erlangen um den letzten Workshop auf dem Weg in die digitale Bibliothekswelt durchzuführen. In den letzten 2 Jahren habe ich die Bibliothek zusammen mit meiner tollen Kollegin Julia Bergmann auf dem Weg in die digitale Zukunft begleitet. Das Ziel war klar: Die Bibliothek wollte Ihre digital-analoge Zukunft gestalten und wir durften Sie auf dem Weg dorthin begleiten. Dabei sollte das ganze Team mitgenommen werden.

Es gab eine Vielzahl an Workshops zur internen und externen Nutzung von Social Media, zu Social-Media-Management, zu Mobile Internet, zur Vernetzung von analogen und digitalen Angeboten, zu eBooks und Recherchestrategien etc. Darüber hinaus haben wir zwischen den Workshops Videokonferenzen durchgeführt und mittels internem Blog, Facebook und Twitter kommuniziert. Die Bibliothek war also die ganze Zeit mit uns vernetzt – und konnte sich so weiterentwickeln. Die Arbeit in der digitalen Welt verändert die Bibliothek als Ganzes. Sie hat Einfluss auf alle Bereiche und Mitarbeiter der Bibliothek und so haben wir spezielle Konzepte entwickelt, die diesen Wandel begleiten, befördern und unterstützen. Erlangen war nicht die erste Bibliothek, in der wir dieses Konzept umgesetzt haben. Entstanden ist es im Rahmen unserer Aktivitäten im Projekt “Lernort Bibliothek” des Landes Nordrhein-Westfalen. Z.B. Bibliotheken in Köln, Dormagen, Gütersloh, Münster, Rheinbach, Bergheim und später Würzburg haben dieses Programm bereits durchlaufen und in 2015 kommen schon zwei weitere Bibliotheken mit hinzu.

Wenn man so intensiv mit Menschen über einen langen Zeitraum zusammenarbeitet, entstehen Freundschaften. Ich war nicht nicht nur zu Workshops in Erlangen. Ich habe mit den Mitarbeitern der Bibliothek auch den Weihnachtsmarkt besucht, war auf kulinarischer Reise durch die fränkischer Küche und habe eine tolle Autorin aus Erlangen kennengelernt. Anders ausgedrückt: Auch wenn ich Berater und Speaker für digitale Themen bin, arbeite ich eigentlich komplett analog. Ich arbeite nicht mit Computern sondern mit Menschen. Und diese Arbeit ist etwas besonderes. Solche intensiven Projekte, bei denen es, wie schon erwähnt, um einen tiefgreifenden Wandel in der ganzen Bibliothek geht, verändern auch mich…

Nun werden wir heute über eine digitale Gesamtstrategie sprechen und die ersten Schritte zu dieser Strategie planen. Und wir werden uns verabschieden – wobei ich schon ahne, dass ich bald wiederkommen werde. Es macht einfach zu großen Spass mit diesen tollen Menschen zu arbeiten…

Beste Grüße

Christoph Deeg

PS: Wenn Ihr mehr zu diesem Modell wissen wollt, hinterlasst einfach einen Kommentar. es eignet sich auch für Museen, Archive und Unternehmen:-)

Neue Workshops für Bibliotheken im Bereich Gaming und Social-Media

Liebe Leser,

es ist soweit: heute präsentiere ich Euch mein neues Workshopangebot für Bibliotheken. In Kürze werde ich Euch auch die Workshops für Unternehmen sowie Museen und Archive präsentieren. Da kommen einige spannende Inhalte auf Euch zu:-)

Alle Workshops können inhouse oder an einem anderen zentralen Ort durchgeführt werden. Ich verfüge über Tagungsräume in ganz Deutschland – Fragt einfach nach:-)

Wenn Ihr Fragen oder Wünsche habt – oder einen Workshop buchen wollt, könnt Ihr mich unter christoph.deeg@googlemail.com oder +49-157-73808447 erreichen.

Beste Grüße

Christoph Deeg

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Workshops im Bereich “Gaming in Bibliotheken”:

Titel: Das mobile Gaming-Labor für Bibliotheken – Gaming-Einführungs-Workshop für öffentliche Bibliotheken

Inhalt: Das Thema Gaming hat eine immer größere Bedeutung für die Arbeit öffentlicher Bibliotheken. Und nahezu alle Bibliotheken haben zumindest einige Games im Bestand. In diesem Workshop geht es zum Einen um die Frage, warum sich Bibliotheken mit Gaming intensiv befassen sollten – inkl. Argumentationshilfen für das Umfeld bzw. die Träger der Bibliothek. Zum Anderen erfahren die Teilnehmer, wie man das Thema Gaming als Bibliothek erfolgreich umsetzen kann. Wir beginnen mit Fragen zum Bestand und der passenden Hardware sowie den räumlichen Erfordernissen. Daran anschließend lernen die Teilnehmer, wie man erfolgreiche Gaming-Veranstaltungen und Gaming-Projekte entwickelt und realisiert. Im zweiten Teil des Workshops geht es um das aktive ausprobieren verschiedener Spiele und Konsolen. Hierfür stehen 4 stationäre und 3 mobile Gaming-Stationen (z.B. Playstation 3+4, XBOX One und XBOX360 etc.) zur Verfügung.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen Bibliotheken, die sich neu oder noch intensiver mit dem Thema Gaming auseinandersetzen möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1-2

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Titel: Auf dem Weg zur ultimativen Gaming-Bibliothek – Gaming-Fortgeschrittenen-Workshop für öffentliche Bibliotheken

Inhalt: Immer mehr Bibliotheken sind im Bereich Gaming aktiv. Aber wie wird man zu einer “Gaming-Bibliothek”? Was hat Gaming und Lernen und der Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz zu tun? Wie kann Gaming in Leseförderungs- und Literaturprogramme eingebunden werden? Wie sieht ein nachhaltiger “Gaming-Bestand” aus? Und was bedeutet Gaming für die “Bibliothek als Ort”? In diesem Workshop lernen Sie nicht nur viel über die theoretischen Nutzungsmöglichkeiten von Games in der Bibliothek. Sie lernen auch wie eine konkrete Gaming-Strategie für Ihre Bibliothek aussehen könnte und was sie bei deren Entwicklung beachten sollten. Am Ende des Workshops wissen Sie, wie Sie die vier Felder der Gaming-Bibliothek: “Gaming-Bestand”, “Gaming-Ort”, “Gaming-Services” und “Gamified Library” in Ihrer Bibliothek konkret umsetzen können.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen Bibliotheken, die bereits Erfahrung im Bereich Gaming haben und die vorhandenen Aktivitäten professionalisieren möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1

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Titel: Gaming und Gamification in wissenschaftlichen Bibliotheken

Inhalt: Das Thema Gaming ist längst kein reines Entertainment-Thema mehr. Gaming und Gamification bedeuten vor allem Lernen. Und so ist es wenig verwunderlich, dass Gaming immer relevanter in den Bereichen Forschung und Lehre wird. Immer mehr Lehrende nutzen Games, Gamification und Game-Mechaniken für die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte und in der Forschung werden Games z.B. für die Simulation komplexer Systeme genutzt. Aus diesem Grund werden Gaming und Gamification immer relevanter für wissenschaftliche Bibliotheken oder anders ausgedrückt: Serious Games, Alternate Reality Games, Gamification etc. werden die Bibliothekswelt verändern. In diesem Workshop sollen die Teilnehmer lernen, welche Bedeutung Gaming und Gamification für Forschung Lehre haben, und wie wissenschaftliche Bibliotheken das Thema für ihre Arbeit erfolgreich nutzen können. Im Workshop wird es sowohl um die Theorie also auch um konkrete Umsetzungen in Bibliotheken gehen.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus wissenschaftlichen Bibliotheken, die sich mit dem Thema Gaming beschäftigen wollen.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1

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Titel: Praxisworkshop Redesign Games – Neue Wege der Nutzung von Computerspielen in der Bibliothek

Inhalt: Computerspiele machen Spass und vermitteln eine Vielzahl an Kompetenzen. Besonders interessant ist die Nutzung von Computerspielen in neuen Kontexten. So eignen sich Games für Storytellingprojekte, Schreibwerkstätten, kleine Filmprojekte etc. In diesem Workshop entwickeln die Teilnehmer eigene kleine Konzepte, bei denen Games in neuen Kontexten genutzt werden. Die Konzepte können dann in den Bibliotheken umgesetzt werden. Hierfür werden verschiedene Kreativtechniken und Spielmechaniken genutzt.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken, die aktiv eigene Nutzungskonzepte für Computerspiele entwickeln möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 16

Anzahl der Tage: 1

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Workshops im Bereich “Social Media” und “Digitale Strategien”

Titel: Entwicklung einer Digitalen Gesamtstrategie für Bibliotheken

Inhalt: In den letzten Jahren hat sich die Bibliothekswelt nachhaltig verändert. Immer mehr Bibliotheken sind mit einer Vielzahl an digitalen Angeboten unterwegs. Onleihe, Gaming, Webseite, Datenbanken, Social Media etc. sind in der Welt der Bibliotheken angekommen. Im nächsten Schritt geht es nun um die Professionalisierung dieser Aktivitäten. Ein wesentliches Element ist die Entwicklung und Realisierung einer digitalen Gesamtstrategie, bei der alle digitalen Aktivitäten miteinander vernetzt und weiter entwickelt werden. Dabei geht es u.a. um die Nutzung möglicher Synergien bei gleichzeitiger Schonung der zumeist begrenzten Ressourcen. Eine digitale Gesamtstrategie kann helfen, die einzelnen Aktivitäten zu bündeln und gleichzeitig erfolgreicher zu machen. In diesem Workshop lernen die Teilnehmer, wie man auf Basis der individuellen Ausgangssituation eine nachhaltige, umfassende und erfolgreiche digitale Gesamtstrategie entwickelt und realisiert.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken, die die vorhandenen digitalen Aktivitäten professionalisieren und weiterentwickeln möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1-2 (im Abstand von ca. 4-5 Monaten)

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Titel: Zukunftsworkshop “Auf dem Weg in die analog-digitale Bibliothekswelt”

Inhalt: Die Welt der Bibliotheken verändert sich nachhaltig. Sowohl die digitale als auch die analoge Welt stellen die Bibliotheken vor völlig neue Herausforderungen. Neue Medienformen, neue Mitbewerber und neue Kundenwünsche erfordern neue Konzepte für die Bibliotheksarbeit. Makerspaces, 3D-Drucker, Gaming, Mobile Internet, Onleihe etc. diese und viele weiteren Angebote werden ebenso relevant wie der klassische Bestand, die Leseförderung sowie die Beratung und Begleitung bei der Suche nach relevanten Informationen. Es entsteht eine neue analog-digitale Bibliothekswelt. In diesem Workshop lernen die Teilnehmer, wie man die Bibliothek als Schnittstelle zwischen der analogen und der digitalen Welt positioniert. Hierzu gehören u.a. die Vernetzung von digitalen und analogen Angeboten, die Entwicklung von neuen bzw. die Weiterentwicklung von vorhandenen Veranstaltungsformaten, die Vernetzung mit neuen Kooperationspartnern sowie neue Nutzungsformen der klassischen Aufgaben wie z.B. der Bestandsarbeit und der Leseförderung.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken, die neue Zielgruppen erreichen bzw. neue Angebote entwickeln möchten.

Maximale Teilnehmerzahl: 18

Anzahl der Tage: 1-2 (im Abstand von ca. 4-5 Monaten)
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Titel: Kleine Bibliothek ganz groß – Wie kleine Bibliotheken erfolgreich digitale Angebote entwickeln und nutzen können

Inhalt: Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft, neue Mediennutzungsformen und neue Formen der Kultur- und Wissensvermittlung stellen Bibliotheken vor große Herausforderungen. besonders für kleine und sehr kleine Bibliotheken ist es zumeist schwer, eigene Angebote erfolgreich umzusetzen. Der Mangel an Zeit und Ressourcen erfordert individuelle Konzepte, die speziell auf die Ausgangssituation kleiner und sehr kleiner Bibliotheken zugeschnitten sind. Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Mitarbeiter kleiner und sehr kleiner Bibliotheken, die nach umsetzbaren digital-analogen Konzepten suchen. Auf Basis meiner langjährigen Erfahrungen in der Beratung und Begleitung kleiner und sehr kleiner Bibliotheken ist ein spezielles Konzept entstanden, welches in diesem Workshop besprochen wird. Der Fokus liegt dabei auf der gemeinsamen Entwicklung konkreter Ideen und Strategien, die dann in den Bibliotheken umgesetzt werden können. Es handelt sich dabei um zwei Workshoptage, wobei der zweite Workshoptag ca. 4 Monate nach dem ersten Tag stattfindet und für die Evaluation und ein Update genutzt wird.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus kleinen und sehr kleinen Bibliotheken.

Maximale Teilnehmerzahl: 16

Anzahl der Tage: 1-2 (im Abstand von ca. 4-5 Monaten)

Das Buch zum Thema “Gaming und Bibliotheken”

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch ein besonderes Projekt von mir vorstellen. In den letzten Monaten habe ich sehr viel Zeit und Energie in mein erstes Buch investiert und vor ein paar Tagen ist es endlich auf den Markt gekommen: Ab sofort könnt Ihr mein Buch zum Thema:”Gaming und Bibliotheken” käuflich erwerben:-) Es ist vielleicht das erste deutschsprachige Buch, welches sich so umfassend mit dem Thema Gaming aus Sicht von Bibliotheken beschäftigt aber es eignet sich ebenso als Einstieg für Museen, Archive und alle weiteren Bildungs- und Kulturinstitutionen.

Als ich anfing, mir über die Inhalte des Buches Gedanken zu machen, merkte ich, dass es gar nicht so einfach ist, ein Buch zu schreiben, welches Mitarbeiter in Bibliotheken und anderen Institutionen in Sachen Gaming nicht nur motiviert sondern auch informiert. Es mag auf den ersten Blick einfach sein, ein solches Buch zu verfassen. Schließlich muss man nur überlegen, was Bibliotheken mit dem Thema Gaming anfangen können. Und in den letzten Jahren habe ich eine Vielzahl an Gaming-Projekten und Gaming-Workshops u.a. in Bibliotheken realisiert. Aber reicht das? Sollte es in so einem Buch nur um ein paar Best-Practice-Beispiele gehen? Ist es das Ziel dafür zu Sorgen, dass möglichst alle Bibliotheken Games im Bestand haben und hier und da eine dazu passende Veranstaltung durchführen?

Ja, diese Zielsetzung ist vorhanden, aber es ist nur ein kleiner Teil dessen, was Bibliotheken mit Games machen können. Und nein, es geht nicht darum, Games zu nutzen, um damit dann Bibliothekskunden zu generieren, die man zum Lesen von Büchern animieren kann. Games sind vielleicht die größte Medienrevolution seit Erfindung des Buches und sie bedeuten für Bibliotheken Chance und Herausforderung zugleich.

In meinem Buch erkläre ich natürlich, was Gaming eigentlich bedeutet und warum sich Bibliotheken intensiv mit dem Thema auseinandersetzen sollten. Aber mir war von Anfang an bewusst, dass dies nicht so einfach ist. Denn Games sind nicht nur andere Medien mit teilweise anderen Zielgruppen. Gaming steht für ein eigene Kultur, eigene Formen der Kommunikation und Wahrnehmung von Inhalten. Erst wenn man diese Kultur versteht, kann man als Bibliothek in diesem Bereich nachhaltig erfolgreich sein.

Und natürlich ist eine Bibliothek immer eingebettet in ein komplexes Umfeld, welches vielleicht eine ganz eigene Sichtweise auf das Thema hat. Deshalb erfahren die Leser des Buchs auch, wie man das Umfeld in die Gaming-Aktivitäten integrieren kann.

Aber der größte Teil des Buches besteht aus Tipps und Hilfestellungen rund um das Thema “Gaming in Bibliotheken”. Angefangen von Informationen zu Hardware und den Games selber, bin hin zur Entwicklung einer individuellen Gesamtstrategie für das Thema ist alles vorhanden. Ich habe dabei bewusst so weit wie möglich auf Fachbegriffe verzichtet, damit sich nicht erst ein spezielles Fachvokabular aneignen muss, um das Buch zu verstehen.

Das Buch eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene, sowie für kleine und große Bibliotheken bzw. alle Kultur- und Bildungseinrichtungen. Aber das Buch ist nicht einfach nur ein Buch. Es stellt vielmehr den Beginn einer Vielzahl von Gamingaktivitäten dar:

In Kürze startet ein Blog zum Buch. Hier werde ich kontinuierlich Updates veröffentlichen. Die Welt des Gamings verändert sich stetig und zugleich rasend schnell. Schreibt man also ein Buch zu diesem Thema, muss man damit leben, dass viele Inhalte an Aktualität verlieren. Deshalb werde ich dazu immer wieder Updates veröffentlichen.

Gleichzeitig gibt es ab sofort ein neues erweitertes Angebot für Workshops, Vorträgen und Projekten zum Thema Gaming in Bibliotheken und anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen.

Dazu gehört zum Einen das schon bekannte “Mobile Gaming-Labor”, mit dem ich in die Bibliotheken etc. komme, um den Mitarbeitern das Thema Gaming näher zu bringen. Nach einem kurzen Vortrag geht es an das aktive Spielen – die Konsolen, Monitore, Games etc. bringe ich alle mit.

Zudem gibt es den Workshop “games4bibs”. Hier geht es dann darum, konkrete Veranstaltungen, Aktivitäten aber auch den Bestandsaufbau und die Bestandspflege zu planen. Dazu gehört dann auch Gaming für die Leseförderung oder Literaturprogramme etc.

Schließlich gib es dann noch den Workshop mit dem Thema “Auf dem Weg zur spielenden Bibliothek”. In diesem Workshop geht es um die Entwicklung einer Gaming-Gesamtstrategie für eine Bibliothek.

Alle diese Workshops gibt es in abgewandelter Form auch für Archive und Museen. In den nächsten Wochen werde ich weitere Details zu den einzelnen Programmen posten.

Am 15./16.10.2014 findet zudem an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel eine spannende Tagung zum Thema statt, bei der Experten aus Nordamerika, Asien und Europa über Kulturvermittlung und kulturelle Bildung durch und mit Gaming diskutieren. Das ganze kostet 150.-€ inkl. Übernachtung und Verpflegung – es lohnt sich:-)

Ich bin nun sehr gespannt, wie sich das Thema Gaming in Kultur und Bildung entwickeln wird. In den letzten Jahren habe ich so viele Workshops durchgeführt und Vorträge gehalten, und ich glaube die Zeit ist reif für “Gaming und Bibliotheken”

Beste Grüße

Christoph Deeg

Nehmt den Bibliotheken die Bücher weg!!!

Liebe Leser,

bevor jetzt Bibliotheksmitarbeiter oder Bibliothekskunden Schnappatmung bekommen möchte ich Euch beruhigen: Ich möchte auf keinen Fall den Bibliotheken die Bücher oder andere Medien wegnehmen. Und wenn jemand diese Forderung ernst meinen würde, wäre die Ablehnung zur recht riesengroß. Aber je mehr ich mir über die Zukunft und Gegenwart von Bibliotheken Gedanken mache, desto mehr habe ich das Gefühl, dass wir im Moment etwas vergleichbares tun.

In den letzten 15 Jahren hat sich die Welt der Bibliotheken rasant verändert. Vor allem die öffentlichen Bibliotheken sind von diesem Wandel betroffen. Dabei geht nicht nur aber auch um die Herausforderungen, welche sich aus der digitalen Welt ergeben. Ich habe in vielen Beiträgen auf diese Situation hingewiesen. Immer mehr Medien und Informationen lassen sich nicht mehr in Bibliotheken verorten. Dies liegt zum Einen daran, dass sie nur noch digital zur Verfügung stehen. Zum Anderen sind die damit verbundenen Vertriebsmodelle mit der klassischen Bibliothekswelt wenig kompatibel. Entweder sie sind online frei zugänglich oder aber sie werden in kommerziell-geschlossenen Systemen zur Verfügung gestellt. Oder anders ausgedrückt: Sowohl Blogs und Youtube-Videos als auch Musik bei iTunes und eBooks bei Amazon lassen sich von Bibliotheken nicht mehr in der klassischen Form bearbeiten. Dabei haben Sie heute die gleiche Relevanz wie gedruckte Bücher.

Immer mehr Bibliotheken machen sich auf den Weg und versuchen neue Aufgaben zu finden. Und da passiert so einiges. Bibliotheken sind längst mehr als bloße Verleihstationen. Der klassische Bestand einer öffentlichen Bibliothek verliert an Bedeutung – nun geht es darum, dass die Bedeutung von Bibliotheken trotzdem zunimmt. Für mich bedeutet dies u.a. dass Bibliotheken einen Weg finden müssen, mit den Medien zu arbeiten, die nicht mehr exklusiv über die Bibliothek zugänglich gemacht werden können. In einem anderen Beitrag hatte ich vor einigen Monaten bereits darauf verwiesen. Und sie sollten zu Orten werden, bei denen die digitale mit der analogen Welt vernetzt werden. Öffentliche Bibliotheken sind dann quasi das analoge “Facebook” einer Stadt oder einer Gemeinde. Und was immer die Menschen auch interessiert, was immer sie auch ausprobieren und lernen möchten, die Bibliothek hilft ihnen dabei. Bibliotheken sind also nicht mehr die Informations- und Medienexperten. Sie sind vielmehr analog-digitale Plattformen und ihr Bestand ist ein Teil davon. Die Alleinstellungsmerkmale öffentlicher Bibliotheken wären dann u.a. 1. Der Ort; 2. Die Menschen die in der Bibliothek arbeiten und 3. die Neutralität, d.h. die Bibliothek ist ein un-kommerzieller Raum.

Was hat dies alles mit der Überschrift dieses Beitrages zu tun? Sehr viele Bibliotheken – vor allem öffentliche – haben sich auf den Weg in die Zukunft gemacht. Und man kann mit Sicherheit einiges an den Bibliotheken verbessern und kritisieren. Was mich im Moment aber am meisten “nervt” ist das Umfeld der Bibliotheken. Wie bereits in meinem letzten Beitrag angedeutet, gibt es noch immer sehr viele Bibliotheken die keinen freien Zugang zum Internet haben. Von der Möglichkeit den Bibliothekskunden WLAN anzubieten ganz zu schweigen. Andere Bibliotheken müssen bei jeder Plattform, sei es Facebook, Twitter, Youtube oder ähnliches um einen Zugang betteln und sich dafür rechtfertigen, warum sie den nun auf diese Plattformen zugreifen möchten. Und selbst wenn das möglich ist, dürfen noch immer viele Bibliotheken nicht frei im Web agieren. Im Gegenteil, sie werden von ihren Trägern kontrolliert und müssen auch hier immer wieder Rechenschaft ablegen.

Und auch die Unternehmen, die Online-Services für Bibliotheken entwickeln sind nicht immer starke Partner. Gerade erst mussten viele öffentliche Bibliotheken, welche die Onleihe anbieten erleben, dass die dazugehörigen Apps fehlerhaft sind. Die Onleihe ist eine Plattform, auf der man als Bibliothekskunde eBooks ausleihen kann. Die Idee an sich ist wirklich toll aber die technische Umsetzung lässt zu Wünschen übrig. Die dazugehörigen Apps, damit man die Onleihe auch auf dem iPad oder einem Android-Tablet nutzen kann, verfügen weder über eine hinreichend funktionierende Suchfunktion noch sind sie übersichtlich gestaltet. In den Apps befand sich bis vor kurzem ein Button für Musik, der aber keine Funktion innehatte. Dieser wurde dann plötzlich durch einen Button mit der Aufschrift “SAP” ersetzt, hinter dem sich zwar eine Ordnerstruktur aber keine Inhalte befanden. Warum dies so ist kann ich nur erahnen. Ich denke, die App wird wohl nicht nur den Bibliotheken angeboten worden sein. Für Bibliotheken bedeutet diese Situation aber einen erheblichen Mehraufwand. Sie müssen nicht nur dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter die verschiedenen Funktionalitäten und Abläufe der Apps kennen und vermitteln können. Sie müssen zudem die jeweiligen Apps kontinuierlich beobachten. Gerade in kleinen Bibliotheken mit einer geringen Personaldecke sollte der Arbeitsaufwand für Angebote, die Bibliotheken unbedingt brauchen und für die sie sehr viel Geld bezahlen, so gering wie möglich sein. Und auch wenn seit heute zumindest die iOS-App ein Update bekommen hat: Im Bereich eBooks setzen im Moment kommerzielle Unternehmen die Standards.

Wenn wir die Ergebnisse der PIAAC-Studie ernst nehmen, und wenn wir zudem von den öffentlichen Bibliotheken erwarten, dass sie hier noch aktiver werden als sie es schon sind, dann muss auch das Umfeld stimmen. Dann müssen alle Bibliotheken endlich und in kurzer Zeit komplett auf das gesamte Internet zugreifen können. Dann müssen sie zudem im Web überall eigenständig aktiv sein dürfen und dann müssen die Unternehmen, die für die Bibliotheken Software entwickeln darauf achten, dass sowas wie die Situation bei der Onleihe nicht wieder passiert. Wenn wir dies nicht ändern, ist die Situation letztlich vergleichbar mit einem Verbot, mit Büchern zu arbeiten. Denn wenn die Arbeit mit Büchern die gleiche Restriktionen und Probleme mit sich gebracht hätte, wie wir sie beim Web und Plattformen wie der Onleihe finden, hätte sich die Bibliothek als Ganzes nie durchgesetzt.

Und natürlich lässt sich diese Situation auf den gesamten Bildungs- und Kulturbereich sowie auf Unternehmen übertragen. Die hier angesprochenen Punkte erlebe ich in ähnlicher Form in Theatern, Museen, Verwaltungen und Unternehmen. Und dadurch bleiben so viele Chancen und Möglichkeiten, die sich aus der Vernetzung der digitalen mit der analogen Welt ergeben ungenutzt. Oder aber sie werden von kommerziellen Unternehmen erschlossen, entwickelt und umgesetzt…

Beste Grüße

Christoph Deeg

Warum Social-Media eine analoge Aufgabe ist – und warum wir mehr Gamescom brauchen

Liebe Leser,

ich bin gerade in Olsberg in Nordrhein-Westfalen. Morgen werde ich wieder einen kleinen Verbund von drei sehr kleinen Kultur- und Bildungsinstitutionen auf Ihrem Weg in die digitale Welt begleiten. Morgen ist der Kick-Off-Workshop und der Abend vor so einem Workshop ist immer besonders spannend für mich. Wie werden die Teilnehmer reagieren? Welchen Weg werden wir einschlagen? Funktionieren die technischen Ressourcen? Und wie sehen dann die nächsten Monate aus? Ich werde diese Institutionen nämlich das ganze Jahr begleiten.

Mein vorletzter Blogbeitrag war sehr erfolgreich. Es gab eine Vielzahl an Diskussionen. Zum kleinen Teil fand die Diskussion hier auf meinem Blog und zum großen Teil auf Facebook, Twitter und Google+ statt. Warum dieses mal so wild diskutiert wurde kann ich ehrlich gesagt gar nicht nachvollziehen. Gewiss die Thesen mögen dem Einen oder Anderen etwas provokant erscheinen, aber letztlich habe ich diese Ideen schon seit mehr als zwei Jahren kommuniziert. Und sie sind seit dieser Zeit die gedankliche Basis meiner Arbeit. Die Grundgedanken, dass die digitale Welt keine neue Technologie sondern eine völlig neue Kultur darstellt vertrete ich schon lange und die damit verbundenen Herausforderungen und Fragestellungen gelten sowohl für Bibliotheken als auch für alle anderen Institutionen und ebenso für Unternehmen.

Ich bin immer mehr der Meinung, dass wir nun (endlich) in die Phase der Veränderung kommen. Immer mehr Institutionen und Unternehmen sind in der digitalen Welt aktiv. Und immer mehr Menschen setzen sich mit den damit verbundenen Konsequenzen auseinander. So langsam versteht man den Impact auf unsere Lebensrealität. Man versteht, dass man die klassischen PR- und Marketingwerkzeuge nicht mehr nutzen kann. Und das beschränkt sich nicht mehr alleine auf das Social Web. Offenheit, Transparenz, Kooperation, Community-Building und viele weitere Begriffe und Themen stehen nicht für eine abgeschlossene Enklave, welche sich digitale Welt nennt. Diese neuen Denk- und Arbeitsweisen werden in Zukunft nicht nur die Basis der Arbeit in der digitalen sondern auch der analogen Welt sein. Die Plattformen (Facebook, Twitter, Google+, Blogs, Wikis) die Technologien (Smartphones, Tablet-PC’s, Netbooks etc.) sind nur die Hülle für die Aktivitäten der Menschen. Sie sind nur die Werkzeuge. Das bedeutet, wer diese Plattformen verstanden hat, kann noch lange nicht erfolgreich mit ihnen umgehen. Deshalb ist es z.B. für viele Werbeagenturen so schwer, erfolgreich im Social Web zu agieren. Ihre Modelle und Herangehensweisen funktionieren im Social Web nicht mehr. Und auch Institutionen stehen vor neuen Herausforderungen. Gab es noch vor ein paar Jahren den Mythos der Deutungshoheit geht es heute darum, neue Kommunikations- und Arbeitsformen zu verstehen, zu entwickeln und umzusetzen. Und diese neuen Wege lassen sich nur schwer beschreiten, wenn die Strukturen und Ressourcen darauf nicht vorbereitet sind.

Aber ist dies wirklich eine digitale Revolution? Ich glaube nicht. Sicher, wir haben große Veränderungen bezüglich unsere Medien- und Kommunikationsformen und ja, das verändert alles. Andererseits kann die digitale Welt keine reale Bedeutung entfachen, wenn sie nicht in der analogen Welt verankert ist. Alle was wir im Internet sehen, alle Inhalte auf Facebook, Twitter, Google+ und Co. ist von Menschen gemacht. Die Inhalte entstehen in den Köpfen der Menschen und nicht in den Einsen und Nullen des Internets. Das Web verändert alles aber es ist nur ein Werkzeug. Die Herausforderungen, die sich aus der digitalen Welt ergeben sind letztlich nur ein Spiegelbild der Herausforderungen in der analogen Welt. Der digitale Wandel macht sichtbar und erfahrbar, wo die Probleme in der analogen Welt liegen.

Immer wenn ich das folgende Video sehe, wird mir klar, dass es um einen viel größeren Wandel geht. Und jenseits von drittklassigen Werbefilmchen und Möchtegern-PR-Agenturen entstehen neue Berufe, neue Plattformen und neue Inhalte. Schaut Euch dieses Video an und Ihr versteht (hoffentlich) was ich meine.

Die Diskussion über die Zukunft der Bibliotheken kann und werde ich auch über die Zukunft der Museen, der Schulen, der Unternehmen und der Verwaltungen führen. Und wir werden erkennen, dass sich die Herausforderungen ähneln. Wenn uns aber ein von Menschen gelebtes und mit Inhalten gefülltes System zeigt, wo unsere Probleme liegen, dann sollten wir zuerst beginnen, besser zu zu hören. Mich würde interessieren, wie viele Besucher des kommenden Bibliothekskongresses in Leipzig zuhören? Man muss keine großen Studien in Auftrag geben. Man muss nur die Diskussionen auf Google+ und Twitter über meinen Blogbeitrag verfolgen, um zu sehen was die Menschen denken. Der Bibliothekskongress ist aber kein Ort des Zuhörens. Es ist ein geschlossenes System. So wie sich die Bibliothekswelt zurecht über geschlossene Systeme wie z.B. Amazon aufregt, ist sie selber nicht offen. In Leipzig reden wir mal wieder über die Menschen, aber nicht mit ihnen. Dabei wäre es so einfach: Öffnet den Kongress für die Kunden, Nutzer, Nicht-Kunden und Nicht-Nutzer. Erlasst jedem Kunden/Nutzer die Jahresgebühr für ein Jahr, wenn er auch nach Leipzig kommt. Natürlich ohne Eintritt zu zahlen. Lasset die Kultur- und Bildungskonferenzen zur Gamescom 2.0 werden. Und wenn das nicht geht: Mieten wir doch einfach eine Halle der Köln-Messe während der Gamescom und schauen wir was passiert.

In diesem Sinne eine schöne Nacht

Christoph Deeg

Bibliotheken, eBooks, Apps, iPads – die “Mobile-Internet-Roadshow für Bibliotheken”

Liebe Leser,

in der der letzten Woche war ich wieder in Bibliotheken aktiv. Nachdem ich zwei Tage an der Universitätsbibliothek Mainz den zweiten Social-Media-Workshop durchgeführt hatte, ging es in dann in Darmstadt um das Thema „Mobiles Internet“.

Das mobile Internet erscheint zunehmend eine neue Herausforderung für Bibliotheken zu werden. Nachdem durch das sog. Web 2.0 eine völlig neue Form der Kultur- und Wissensvermittlung entstanden ist, geht es nun darum, dass Internet überall mit sich führen zu können. Smartphones, Tablet-PCs, Apps. und eBooks gewinnen zunehmend an Bedeutung. Aus dieser Situation entstehen neue Fragestellungen und Herausforderungen für die Bibliotheksarbeit. In diesem Blogbeitrag möchte ich stichpunktartig die wesentlichen Herausforderungen sowie einen von mir dafür entwickelten Workshop beschreiben. Beginnen wir mit den Herausforderungen:

eBooks gibt es schon länger aber jetzt scheinen sie sich durchzusetzen. Immer mehr Menschen lesen eBooks. Immer mehr Unternehmen bieten eBook-Reader und/oder eBook-Stores an. Für Bibliotheken ist dies gleich mehrfach bedeutend. Zum Einen müssen Sie überlegen, wie sie ein Angebot entwickeln können, mit dem sie eBooks verleihen. Ein erster Schritt ist sicherlich die sog. „Onleihe“. Die Onleihe ermöglicht es Bibliotheks-Kunden, eine Auswahl an eBooks digital auszuleihen. Benötigt wird nur ein kompatibler eBook-Reader oder ein Tablet-PC (z.B. ein iPad) oder aber ein Smartphone. Bei den beiden letztgenannten funktioniert das Ganze mittels einer App. Das Angebot an eBooks ist noch sehr klein und die Funktionalitäten sind sehr beschränkt aber es ist zumindest ein erster Schritt. Allerdings gibt es mit Skoobe und Amazon ernstzunehmende Konkurrenz. Skoobe ermöglicht gegen eine Gebühr das „Ausleihen“ von Büchern und Amazon verfügt zum jetzigen Zeitpunkt über die mit Abstand beste Hard- und Software und plant zudem ebenfalls ein eigenes Verleihangebot.

Zum Anderen verändern sich auch die eBooks an sich: sie werden zu animierten Apps. Auf meinem iPad habe ich z.B. ein paar Jugendbücher, bei denen der Text nur ein Teil des Gesamtproduktes ist. Ich kann neben dem Lesen die jeweilige Welt interaktiv erforschen, Aufgaben lösen und mir natürlich die Geschichte auch vorlesen lassen. In dem Moment, in dem eBooks zu Apps. werden, können Bibliotheken das klassische Geschäftsmodell, welches u.a. den kostenlosen Zugang zu verschiedenen Inhalten beinhaltet, nicht mehr aufrecht erhalten.

Neben den neuen eBook-Formaten stellen auch die „normalen“ Apps. eine Herausforderung für Bibliotheken dar. Gerade Plattformen wie das iPad ermöglichen neue Formen der Visualisierung unterschiedlichster Inhalte. Kombiniert mit spielerischen Elementen ermöglichen sie völlig neue Formen der Kultur- und Wissensvermittlung. Aber wie schon bei den neuen eBook-Formaten werden Bibliotheken auch hier keine kostenlose Alternative als Verleihgeschäft anbieten können.

Gleichzeitig werden viele Bibliothekare in zunehmendem Maße mit Anfragen zu eBooks und eBook-Readern, Smartphones, Tablet-PCs, Apps. etc. konfrontiert. Aber was sagt man einem Kunden, der einen Amazon Kindle gekauft hat und nun fragt, wie man damit Bücher aus der Onleihe lesen kann? „Tut mir leid, das geht nicht“? Welche alternativen Services können Bibliotheken anbieten, wenn das klassische Verleihgeschäft an Bedeutung verliert? Wie reagiert man auf die Tatsache, dass Bibliotheken zum Einen mit dem Verleihgeschäft gedruckter Werke noch immer mehr als ausgelastet sind, und zum Anderen sehr schnell mit der Entwicklung neuer Angebote begonnen werden muss? Wie also können Bibliotheken das mobile Internet für sich nutzen?

Um diese und noch viele weitere Fragen beantworten zu können habe ich die „Mobile-Internet-Roadshow“ aufgebaut. Ziel dieses Workshops ist es, den teilnehmenden Bibliotheksmitarbeitern einen ersten Einblick in dieses Thema zu ermöglichen. Die Teilnehmer sollen aber nicht nur theoretisches Wissen erlangen, sondern zudem die Geräte und Angebote selber ausprobieren. Aus diesem Grund bringe ich eine Sammlung an eigenen Tablet-PCs, Smartphones und eBook-Readern mit. Die Mitarbeiter der Bibliothek können also selber Apps. und eBooks runterladen und ausprobieren. Fotos und Videos aufnehmen und auf meinen extra dafür erstellten Accounts bei Facebook, Twitter etc. posten.

Im Anschluss daran diskutieren wir gemeinsam, was diese neuen Medien und Inhalte für die Bibliothek bedeuten und wie man sich erfolgreich in diesem Feld positioniert.

Wer mehr zur „Mobile-Internet-Roadshow“ wissen möchte kann mir entweder eine Mail an christoph.deeg@googlemail.com schreiben oder aber wir treffen uns nächste Woche auf dem Bibliothekartag 2012 in Hamburg vom 21.05. – 25.05.

Natürlich gibt es auch eine Mobile-Internet-Roadshow für andere Kultureinrichtungen und Unternehmen. Das Grundmodell ist gleich, es werden aber andere Themen behandelt.

Beste Grüße

Christoph Deeg