Liebe Leser,

in den letzten Wochen ist mir klar geworden, dass wir bei Themen wie den Computergames oder dem Web2.0 und ihrem Einfluss auf das Kulturmanagement zwei Bereiche trennen müssen. Den der Technologie und den der Kultur. Was ich damit meine ist, dass neue Technologien, Werkzeuge und Tools Möglichkeiten schaffen. Sie sind aber bedeutungslos, wenn wir uns nicht im selben Maße mit der dahinter stehenden Kultur beschäftigen. Oft scheint es, als würden wir bei Twitter, Facebook oder Computergames vergessen, dass es nicht die Technik ist, die uns vor neue Herausforderungen stellt sondern die Kultur die daraus entsteht. Die Entwicklungsgeschwindigkeit mit der neue Angebote entstehen wird oft als Problem für Kultur- und Wissensinstitutionen gesehen. Viel interessanter ist dabei aber die sich rasant entwickelnde Kultur den sie beschreibt letztlich Menschen die Technologien nutzen.

In den nächsten Blogbeiträgen werde ich mir ein paar Gedanken zu diesem Punkt machen. Bis dahin erstmal viel Spass mit einer technologischen Vision zur XBOX 360.

Liebe Grüße

Christoph Deeg

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Liebe Leser,

ich befinde mich gerade auf dem Bibcamp in Stuttgart. Auf dieser Konferenz treffen sich Bibliothekare und diskutieren über die Zukunft der Bibliotheken. Wir drei von der Zukunftswerkstatt sind natürlich mit dabei:-) Das spannende an dieser Konferenz ist, dass es eigentlich keine Konferenz ist. Es gibt kein Programm. Am Anfang treffen sich alle Teilnehmer und jeder der will kann einen Themenvorschlag machen. Dann wird überlegt welche Themen interessant sind. Jeder kann dann seine persönliche Konferenz zusammenstellen. In den Pausen wird dann über das Erlebte diskutiert. Sicherlich erfordert diese Konferenzart sehr viel Disziplin. Aber es macht sehr großen Spass. An diesem Wochenende geht es auch um die Frage, wie die Zukunft der Zukunftswerkstatt aussehen könnte. Zu den einzelnen Veranstaltungen die ich besuche, könnt ihr meinen Twitter-account verfolgen:-) Eines wird jedoch immer klarer. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht neue Informationseliten schaffen. Das hilft uns nicht weiter. Mir kommt es manchmal so vor, als vernetzen wir uns nur in kleinen Zirkeln. Bibliotheken und Games z.B. reden wenn überhaupt eher übereinander als miteinander. Interdisziplinärer Austausch sollte nicht nur Reden sondern Handeln sein. Ich wünsche mir, dass wir neue Netzwerke bilden. Netzwerke die interdisziplinär handeln und aktivieren. Netzwerke die neue Wege nicht nur beschreiben, sondern gehen. Netzwerke die wirklich offen sind, wobei offen nicht bedeutet, jeder darf rein, sondern wir wollen jeden dabei haben. Was denkt Ihr?

Christoph Deeg

In den letzten Wochen habe ich mich viel mit dem Web2.0 und Computergames – also sog. virtuellen Medien bzw. Welten beschäftigt. Immer wieder habe ich mich dabei gefragt, was eigentlich mit virtuell gemeint ist? Gerne nimmt man diesen Begriff um eine Abgrenzung zur Realität zu definieren. Aber ist das so eigentlich sinnvoll bzw. richtig? Wenn ich mir Disneyland ansehe oder die vielen Shoppingcenter in Berlin weiß ich nicht ob diese Welten real oder virtuell sind. Und auch unsere Finanzkrise – ich glaube übrigens, dass es vielmehr eine Gesellschafts- oder Kulturkrise ist – basiert letztlich auf virtuellen Inhalten, nämlich virtuellen Zahlen bzw. Werten die es den Unternehmen ermöglichten scheinbar reale Erfolge zu feiern.

Wann bzw. wo also fängt die virtuelle Welt an? Ist das Web2.0 oder sind Computergames wirklich virtueller als andere Bereiche unseres Lebens? Oder ist es vielmehr die Frage eines Lernprozesses an dessen Ende das Virtuelle zur Realität wird? Waren z.B. die Reformen eines Gustav Mahler in der Aufführungspraxis von Opern für damalige Besucher ein Schritt in eine virtuelle Welt? Ist Kultur nun real oder virtuell?

Vielleicht sollten wir aufhören, zwischen virtuellen und realen Welten zu unterscheiden und stattdessen versuchen, die jeweiligen Systeme mit Inhalten zu füllen.

Virtuelle Welten haben nur einen vermeindlichen Vorteil: Es scheint als müsse man in ihnen keine Verantwortung für sein tun übernehmen – schlecht wenn diese Herangehensweise auch in die reale Welt adaptiert wird…

Christoph Deeg

Wusstet Ihr, dass Youtube die drittgrößte Suchmaschine weltweit sein soll? Was bedeutet das? Wir ändern anscheinend die Art und Weise wie wir Informationen aufnehmen bzw. verarbeiten. Es geht nicht mehr nur um Text sondern zunehmend um alternative Visualisierungsformen. Computergames z.B. können hier neue Möglichkeiten bieten. Auch in der Sensibilisierung von Menschen für bestimmte Themen sind moderne Visualisierungsformen immer wichtiger. Ein Beispiel könnt ihr hier sehen:

Euer Christoph

Es ist vollbracht! das große Youtube-Orchester-Projekt ist fertig. Überall auf der Welt konnten sich Musiker für dieses Orchester via Youtube-Video bewerben. Dafür wurde extra ein neues Werk durch den chinesischen Komponisten Tan Dun komponiert. Gestern nun trafen sich die ausgewählten Musiker in New York, um das Werk gemeinsam aufzuführen. Natürlich kann man das Ergebnis bei Youtube bestaunen:

Bleibt die Frage: Warum das alles? Wird Musik besser oder schlechter wenn die Musiker über Youtube ausgewählt werden? Ist es vielleicht ein weiteres Beispiel wie man vorhandene Kommunikationstools für die Kulturvermittlung nutzen kann? Zeigt das Beispiel nicht auch, dass Kooperationen zwischen Kulturschaffenden, Kulturinstitutionen und Unternehmen äußerst erfolgreich sein können? Ich glaube wir können diese neuen Ideen und Projekte nicht mehr als Exoten am Rande des Kulturuniversums betrachten. Genausowenig werden Sie die vorhandene Kultur ablösen (sondern vielmehr erweitern). Kultur kann letztlich an beinahe jedem Ort stattfinden. Und Kultur – wie immer man sie nun definieren mag – wird in der Zukunft auch im Netz eine wichtige Rolle spielen müssen.

Christoph

Liebe Leser,

letzte Woche haben wir einen Vortrag zur Zukunft der Bibliotheken und der Arbeit der Zukunftswerkstatt gehalten. Anlass war der „Create Input“ im Münzsalon Berlin.

Hier nun die Präsentation:

Gerade die interdisziplinäre Kooperation sollte meiner Meinung nach bei der Kultur- und Wissensvermittlung forciert werden. Vor allem wenn man – wie die Mitglider der Zukunftswerkstatt – die neuen Bildungs- und Informationseliten verhindern möchte und an Ihrer Stelle den Ansatz von „Kultur und Wissen von Allen für Alle“ leben will. Wenn Ihr Fragen zu den Folien habt könnt Euch immer gerne melden…

Das Bundesarchiv spendet 100.000 Bilder an die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Mit dieser Kooperation werden wichtige Kulturgüter für alle Menschen zugänglich gemacht. Mehr zum Thema findet Ihr hier.

Liebe Leser,

ich beschäftige mich seit langer Zeit mit der Frage, wie kulturelle und wissenschaftliche Inhalte in der Zukunft vermittelt werden. Aus diesem Grund habe ich mit Julia Bergmann und Jin Tan die Zukunftswerkstatt gegründet. Wer also mehr über das Thema „Kultur und Wissen gehen Spielen“ wissen will, sollte hier mal nachschauen.

Ganz liebe Grüße

Christoph

Liebe Leser,

am Donnerstag den 04.12.2008 war ich der Einladung des AK Medien des LVR-Nordrhein-Westfalen gefolgt und habe einen Vortrag zur Kulturvermittlung online gehalten:

Viel Spass beim Anschauen…

Christoph Deeg

Auf einem Seminar mit Björn Brückerhoff von der Neuen Gegenwart wurde ich auf diese Präsentation einer Vision für ein Multimedia-Phone aufmerksam gemacht. Gewiß nur eine Studie aber sehr interessant…

Beste Grüße

Christoph Deeg

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